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Was hat Wikileaks mit der französischen Revolution zu tun?

13.05.2019 update 12.08 Uhr
Der Fall Assange geht in die nächste Runde.
Die schwedischen Justizbehörden nehmen die Ermittlungen gegen Assange, der nunmehr seine 50 Wochen für den Verstoß gegen die Kautionsauflagen in Großbritannien verbüssen muss, wieder auf.
Inwieweit Assange nach Schweden ausgeliefert wird, ist derzeit unbekannt.
Immer noch ist unklar, was aus dem Auslieferungsbegehren in die USA wird.
Arjen Kamphuis, ein ehemaliger IT-ler von Wikileaks ist auch noch nicht wieder aufgetaucht, nachdem er im letzten Jahr in Norwegen mysteriöser Weise verschwand.

 

13.04. 11.00 Uhr
Gesundheitszustand von Assange bedenklich

Assange, der derzeit im Gefängnis von Wandsworth im Londoner Süden einsitzt, soll schwer psychisch krank sein. Die lange Zeit, in der er abgeschnitten von der Welt, in seinem Asyl in der ecuadorianischen Botschaft ausharrte, setzten dem einstigen Wikileaks - Frontmann zu.
Bei seiner Verhaftung wirkte er eher wie Robinson Crusoe, wie ein Schiffbrüchiger, als wie ein Hacker.
Eine Auslieferung in die USA wird sich wegen der strikten Verträge zwischen den USA und dem UK nicht verhindern lassen.
Es wird an der Gretchenfrage, war es gerechtfertigt, Kriegsverbrechen aus geheimen Dokumenten aufzudecken, hängenbleiben. Darüber wird unter Umständen auch der Europäische Menschengerichtshof entscheiden müssen.


Die Rechtfertigung der Ausweisung von Assange aus der Botschaft Ecuadors in London durch den Präsidenten:

 

Live aus London: Assange ist nur noch ein Schatten seinerselbst. Die Bilder sind befremdlich und verstören.

 

Der Artikel erschien auch bei Wikileaks selbst in französischer Sprache, im Dezember 2011 auch bei dem "Le Grand Soir" in Paris und in zahlreichen anderen französischen Publikationen.

Zeitmaschine

Die derzeitige Lage international, so absurd es klingen mag, ist vergleichbar der, der Tage, der Wochen, der Jahre vor der französischen Revolution.

Eine ausweglose Finanzkrise, die selbst gemacht, gestrickt wurde, eine beabsichtigte Reformblockade, nicht nur in Sachen Klimaschutz der heutigen Etablierten, die der Gerechtigkeit aller Menschen dienen könnte.

Das gab es alles schon, bitter genug, die Geschichte wiederholte sich, diesmal sind es allerdings selbstgefällige, gierige Banker, dubiose Wirtschaftskapitäne, seltsame politische, zum Teil der Verfassung vollkommen gleichgültige Strömungen. Ein alles beherrschender Geheimdienst, ein unkontrollierbarer Machtapparat, der alles, augenscheinlich nie versiegenden, unerschöpflichen Mittel gegen eine feindlich, sich täglich potenzierende Krise, einsetzt.

 

Einmal ist es der digitale Geist des Osama-bin-Laden, seiner unsichtbaren,
terroristisch veranlagten Nachfolger, der El- Kaidazellen. Dann plötzlich, weil man seiner habhaft werden kann, um von anderen Problemen abzulenken, die uns alle betreffen: Ein Julian Paul Assange und seine Organisation Wikileaks, der zum Staatsfeind Nummer 1 erklärt wird, nur weil wahre Exponate allen, nämlich dem Volk, den vielen Völkern zugänglich machte.
Diesmal ist es nicht die vom französischem Volk, einst so gehasste Marie Antoinette.
Aber es ist die gleiche Situation, nur mehr als 200 Jahre später.
Jean-Jacques Rousseau zitierte nicht ganz ohne Eigennutz in seiner
Autobiografie « Die Bekenntnisse » Zitat aus dem französischen Urtext :

« Je me rappelai le pis-aller d’une grande princesse à qui l’on disait que les paysans n’avaient pas de pain, et qui répondit : Qu’ils mangent de la
brioche. »

Übersetzung : „Endlich erinnerte ich mich des Notbehelfs einer großen
Prinzessin, der man sagte, die Bauern hätten kein Brot, und die antwortete:
Dann sollen sie Kuchen essen!“

 

Normalerweise wäre man versucht zu glauben, dass auch die Mächtigen dieser
Welt etwas dazugelernt hätten, in all ihrer unbeschreiblichen Autorität, Nein, es ist, wie es war. Auch in der Bastille wurde gerne und ausgiebig gefoltert, auch in den vielen Außenposten. Vorallendingen am liebsten, die die den Mund aufmachten, aufbegehrten, gegen das autokrate System der damaligen, degenerierten Feudalherren von Versailles.
Viele Menschen auf die dieser weiten, wundervollen Welt der gewachsenen
Pluralität nähren sich statt von Brot, von Waffen, Angst und
Perspektivlosigkeit. Von Tod und Krankheiten. Wahrscheinlich soll das die
Torte des 21. Jahrhunderts sein.

Es geht niemals um das herzensgute Volk der Amerikaner, um das, was sie der Welt gaben.

 

Diese vielen Nationen, die zu einer wurden.

Die Deutschland von den Nazis befreiten, die den durch einen von ihnen Hoffnung gaben, „Ich bin ein Berliner“ kennt jeder. Die auf den Mond flogen, Pioniergeist bewiesen, die uns außer Kaugummi, großen automobilen Träumen, Hollywood gaben, den Hamburger kultivierten, die Lebensfreude des Swing, die des ">Rock´n´Roll. Für viele zur Heimat wurden, Ellis Island, das Empire-State-Building, New York, San Francisco, Städte, Siedlungen der Superlative schufen. Menschen, großartige Persönlichkeiten, hervorbrachten.

 

 

Wikileaks und der Gründer Julian Paul Assange stürmten wie in einer
modernen Avatargeschichte die Bastille der Moderne, die US-Regierung, die ganzen bösen Gedanken, zum Teil schon manisch lächerlichen Protokolle der ach so eloquenten Diplomaten.

Nun sollten sich die Amerikaner fragen: Warum ist das so?

Können einige in dem eigenen Apparat, die Politik des letzten Jahrzehnts nicht mehr mittragen? Können sie das mit ihrem Gewissen nicht mehr vereinbaren?

Es sind doch offensichtlich Unterlagen aus der Höhle des Löwen.
Warum führt ein etwas weltfremder, australischer, rastloser Weltenbummler
den Anfang einer Revolution? Er stürmte ziel- und planlos die politischen
Tuilerien, trug seine Idee, wie (Constance) Marie Charpentier die Trikolore, vorweg.
Assange lebt das aufklärerische Denken und Politisierung unserer, gelebten, verdrängten Probleme vor.

Irgendjemand muss es ja tun- dem Volk die Macht zurückgeben. Lange genug
haben die Menschen, die Völker dieser Welt die etablierte, verschlossene
Klasse derer ertragen, die Politik zum finanziellen Selbstnutz, zu sinnlosen Kriegen, zu weiterer Umweltzerstörung benutzten. Für ihre urpersönlichen Ziele widerwärtige Satelliten einsetzten. Die ihnen willige Vasallen in, einem undurchschaubarem Netz von Geheimdiplomatie, Entführungen, Folterungen, Morden, Intrigen und Leben in scheinbarer Undemokratie waren. Alles im
Deckmäntelchen höherer, so heerer Ziele, die viele, die meisten Menschen auf diesem Planeten, nicht mehr nachvollziehen konnten.

Es ist ein gewisser, vor 30 Jahren noch undenkbarer, Mechanismus
eingetreten, der derzeit auf der Welt einen unerklärten Cyberkrieg durch
Anonyme ausgelöst hat. Die unfassbare Kriminalisierung von Julian Paul
Assange bewusst, gewollt weiter fortschreiten ließ. Radikalen US- Politikern, oder die, die sich dafür halten, gestalten selbstherrlich den amerikanischen Traum vom Ankläger, Richter und Henker in einer, der eigenen fokussierten Person.

Der Hass wird an einem ausgelassen, der bedingungslos allen Völkern dieser
Welt diente. Es wird Zeit, dass Amerika Stellung nimmt, nicht vor den
Politikern, sondern vor den Völkern dieser Erde.

Andere sehen, wie Sadisten, Assange schon in einem der hässlichen
Hinrichtungsräume ihrer so eigenen, mittlerweile verschlossenen, politischen Welt. Am Schlauch der letalen Injektion. Julian Paul Assange wird zum weltweiten Martyrer. Nun, auch dieses hat er nicht verdient.

 

Systematisch werden alle, in Jahren gewachsenen Kanäle ausgenützt, um die
Wahrheit, die Assange über Wikileaks veröffentlichte, zu verhindern. Zu
vertuschen. Was wird verhindert, oder was soll noch verhindert werden?
Muss jemand in den USA, den politischen Supergau befürchten? Das stetige
moralische Absacken der ehemaligen Supermacht, der lebenden und gebenden
Demokratie, in eine nichtssagende Staatengemeinschaft von, mit zum Teil
hasserfüllten Operateuren, eines Systems, das nach dem 11.9.2001 installiert wurde. Eine Kriegsregierung, die ihre eigene, bedenkliche Berechtigung suchte.

Besitzt Wikileaks Papiere oder Dokumente, die eine andere, doch viel
logischere, glaubhaftere Wahrheit über die folgenden, bis zum heutigen Tag geschehenen Ereignisse erzählen?

Die Frage ist doch, warum ist die Supermacht noch im Krieg? Der Geist aus
Flasche, bin Laden, noch nicht für ein ordentliches Gericht gestellt? Damit er sich zu den Vorwürfen äußern kann. Warum nicht? Ein Staat, der zweifellos über das cleverste Militär dieser Welt, über den Gott gleichen CIA und derlei anderer Knechte verfügt, ist doch wohl in der Lage einen Osama bin Laden zu finden.

[capti

Durch die Politik des letzten Jahrzehnts bewegt sich die USA auf eine
postmoderne, feudal-absolutistische, in eine scheinbare Demokratie eingebettete, Diktatur hin, die ihre Geheimnisse aus gutem, eigensinnigem
Grund pflegt. Wie in einem monarchistischem Absolutismus, der sich gleich
einer Schraube nach unten bewegt.

Aber auch die Verbündeten beginnen zu hinken. Selbst die auswiesen guten
Freunde der Amerikaner, die Schweden wissen nicht weiter: Offensichtlich hat die Staatsanwältin Marianne Ny die Rechnung ohne eine entstehende neue Generation, denkender Menschen gemacht. Zumindest ist sie berühmt geworden, was ihrer weiteren Karriere sicherlich nicht schadet.

Ein zunächst verworfenes Verfahren wieder aufgenommen, weil die ganze Schilderung der Vergewaltigungen aus dem sehr, strikten schwedischen Gesetz in jegliche Richtung zu lenken war und ist. Überall auf der Welt.
Zweifellos darf man der ermittelnden Staatsanwältin nicht vorwerfen, von der, nach dem allgemeinen Bauchgefühl empfundenen, stimmigen Einflussnahme
durch politische Kräfte gegen Assange tätig geworden zu sein. Das wäre
ungehörig gegenüber Frau Ny und Beeinflussung auf das Verfahren der
schwedischen Justiz. Aber die Gerüchteküche sagt, es sei wegen mangelnder
Beweise eingestellt.

 

Assange ist zu einer weltumspannende, wachsenden Moral durch seine
Verhaftung mutiert. Auch wenn Gerüchte über die Veröffentlichungen von
außerirdischen Flugapparaten wirklich das intellektuelle Fassungsvermögen der gewöhnlichen Bürger dieser Welt sprengen dürfte...

Aber da es so aussieht, nein sich auch so anfühlt, wie die bereits beschlossene Auslieferung von Assange mit allen Mitteln, vergessen die zuständigen Stellen auch die eigene, doch so wertvolle Verfassung der weisen Väter Amerikas. Das geschieht in den letzten Jahren immer häufiger, mit scheinbarem System.

Einiger, weniger, nicht der des amerikanischen Volkes.
Jedoch Assange vereint den Weg in eine, wenn auch sehr ruppige Revolution,
in der er, Tag ein Tag aus zum tragischen Held seiner eigenen, zum Teil vorher oberflächlich durchdachten Handlungen wird. Bestimmt ist er nicht der Begründer eines Geheimdienstes des Volkes. Soviel Dummheit sollten ihm
selbst seine größten Gegner nicht zutrauen. Von diesen viel publizierten Ideen muss man sich trennen, aber er ist der Wegbereiter in eine neue, andere Zeit.

Damals, als die Franzosen die Revolution erklärten, einigten sich auch einige Wenige auf den Wortlaut bestimmter, unverbrüchlicher Rechte. Diese gelten für Assange und Wikileaks, sind Leitsätze moderner Demokratien, sind das plastische Vorbild aller menschlichen, demokratischen Grundsätze.
Das folgende Werk sind die Artikel der französischen Revolution, nie waren so aktuell, nie konnten diese, allseits von Jefferson bis Obama so geachteten Leitgrundsätze auf unsere Zeit angewandt werden und auf die Akteure dieser Momente:

« Les hommes naissent et demeurent libres et égaux en droits. Les
distinctions sociales ne peuvent être fondées que sur l'utilité commune. »

Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es.
Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur im allgemeinen Nutzen begründet
sein.

« Le but de toute association politique est la conservation des droits
naturels et imprescriptibles de l'homme. Ces droits sont la liberté, la
propriété, la sûreté et la résistance à l'oppression. »

Der Zweck jeder politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unantastbaren Menschenrechte. Diese sind das Recht auf Freiheit, das Recht auf Eigentum, das Recht auf Sicherheit und das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung.

 

Warum soll Wikileaks nicht das Recht auf eine politische, international
agierende Vereinigung, die ihre berechtigte Existenz durch die Transparenz der Dokumente, nicht ihrem eigenen Beschaffen nachweist, haben?
Wie die, die diese Auskunft so vehement einfordern, weil die, die um die Macht fürchten müssen, wild um sich schlagen. Einen modernen Superspion gegen das Krieg führende Amerika aus Julian Paul Assange machen. Das wäre nun wirklich zu viel Ehre. Er ist ein Publizist mit einem ungewöhnlichen Anspruch, hat Neuland betreten, was die Datenmengen betrifft. Auch für die
Wikileaks-Sympathisanten gilt das Recht Widerstand gegen Unterdrückung in
moderner Feudalherrschaft zu führen. Solange dies gewaltlos bleibt. Es ist eine zynische, besonders Berechnung ihn mit bin-Laden zu vergleichen.
Letztendlich, die Ideen von Assange, die Papiere zu veröffentlichen, sind
gelebte, auch in den USA verbriefte Menschenrechte.

[capt Der Ursprung jeder Souveränität liegt ihrem Wesen nach beim Volke. Keine
Körperschaft und kein Einzelner kann eine Gewalt ausüben, die nicht
ausdrücklich von ihm ausgeht.

Alle Macht geht von uns allen, nicht von einer etablierten Klasse, aus. Sondern von den Völkern dieser Erde, wahrscheinlich ist das mittlerweile vergessen, diese außerordentliche Kleinigkeit der Souveränität des Volkes. Sonst würde niemand eine solche verächtliche Jagd auf den, durch einige rechtlos gestellten, Assange betreiben.

„La liberté consiste à faire tout ce qui ne nuit pas à autrui : ainsi
l'exercice des droits naturels de chaque homme n'a de bornes que celles
qui assurent aux autres membres de la société la jouissance de ces mêmes
droits. Ces bornes ne peuvent être déterminées que par la loi.“

Die Freiheit besteht darin, alles tun zu dürfen, was einem anderen nicht schadet: Die Ausübung der natürlichen Rechte eines jeden Menschen hat also nur die Grenzen, die den anderen Mitgliedern der Gesellschaft den Genuss eben dieser Rechte sichern. Diese Grenzen können nur durch das Gesetz bestimmt
werden.

Letztlich hat Assange mit Wikileaks, nur den anderen Mitgliedern der
Gesellschaft versucht, die Ausübung ihrer natürlichen Rechte zurück zu
geben. Das muss unverblümt anerkannt werden. Auch von rechten, sehr
nationalistisch eingestellten US-Politikern.

La loi n'a le droit de défendre que les actions nuisibles à la société. Tout ce qui n'est pas défendu par la loi ne peut être empêché, et nul ne peut
être contraint à faire ce qu'elle n'ordonne pas.“

 

Das Gesetz darf nur solche Handlungen verbieten, die der Gesellschaft
schaden. Alles, was durch das Gesetz nicht verboten ist, darf nicht verhindert
werden, und niemand kann gezwungen werden zu tun, was es nicht befiehlt.

„La loi est l'expression de la volonté générale. Tous les citoyens ont droit de concourir personnellement, ou par leurs représentants, à sa formation.
Elle doit être la même pour tous, soit qu'elle protège, soit qu'elle punisse.
Tous les citoyens, étant égaux à ses yeux, sont également admissibles à
toutes dignités, places et emplois publics, selon leurs capacités et sans
autre distinction que celle de leurs vertus et de leurs talents.“

Das Gesetz ist der Ausdruck des allgemeinen Willens. Alle Bürger haben das
Recht, persönlich oder durch ihre Vertreter an seiner Gestaltung mitzuwirken. Es muss für alle gleich sein, mag es beschützen oder bestrafen. Da alle Bürger vor ihm gleich sind, sind sie alle gleichermaßen, ihren Fähigkeiten entsprechend und ohne einen anderen Unterschied, als den ihrer Eigenschaften und Begabungen,
zu allen öffentlichen Würden, Ämtern und Stellungen zugelassen.

Der sorgsame Beobachter muss mittlerweile mit einem nachträglichen “Lex Assange“ rechnen, damit sich die bestätigt sehen, die so vehement seine Bestrafung fordern, für das Selbstverständlichste auf dieser Welt. Das Teilen der Macht mit den Bürgern, mit den Völkern. Mit uns, mit jedem Einzelnen.

„Nul homme ne peut être accusé, arrêté ni détenu que dans les cas
déterminés par la loi, et selon les formes qu'elle a prescrites. Ceux qui
sollicitent, expédient, exécutent ou font exécuter des ordres arbitraires,
doivent être punis; mais tout citoyen appelé ou saisi en vertu de la loi
doit obéir à l'instant; il se rend coupable par la résistance.“

Niemand darf angeklagt, verhaftet oder gefangen gehalten werden, es sei denn in denen durch das Gesetz bestimmten Fällen und nur in den von ihm vorgeschriebenen Formen. Wer willkürliche Anordnungen verlangt, erlässt, ausführt oder ausführen lässt, muss bestraft werden; aber jeder Bürger, der kraft Gesetzes vorgeladen oder festgenommen wird, muss sofort gehorchen; durch Widerstand macht er sich strafbar.

Ein besseres Beispiel könnte man in wenigen Worten, auf die Forderungen aus Amerika, derzeit nicht bringen. Aber diese vorgenannten Worte sind schon mehr als 200 Jahre alt. Nicht etwa gestern entstanden, also durchaus
bekannt. Auch in der amerikanischen Verfassung zu finden.

„La loi ne doit établir que des peines strictement et évidemment
nécessaires, et nul ne peut être puni qu'en vertu d'une loi établie et
promulguée antérieurement au délit et légalement appliquée.“

Das Gesetz soll nur Strafen festsetzen, die unbedingt und offenbar notwendig sind, und niemand darf anders, als auf Grund eines Gesetzes bestraft werden, das vor Begehung der Straftat beschlossen, verkündet und rechtmäßig angewandt wurde.

 

Um weitere, berechtigte Enthüllungen zu verhindern, wird Amerikas Politik
den Weg suchen, um Assange Idee zu kriminalisieren, damit eine, die
bekannte Schicht, ungestraft weitermachen kann.

„Tout homme étant présumé innocent jusqu’à ce qu’il ait été déclaré coupable, s’il est jugé indispensable de l’arrêter, toute rigueur qui ne serapas nécessaire pour s’assurer de sa personne doit être sévèrement
réprimée par la loi.“

Da jeder solange als unschuldig anzusehen ist, bis er für schuldig befunden wurde, muss, sollte seine Verhaftung für unumgänglich gehalten werden, jede Härte, die nicht für die Sicherstellung seiner Person notwendig ist, vom Gesetz streng unterbunden werden.

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Das letzt genannte gilt für Assange scheinbar nicht: er ist schuldig, ohne dass er eine Straftat begangen hat. Zumindest haben die offiziellen Stellen diese noch zusammen zu stricken, um all denen, die den Fortschritt, Evolution der Demokratie wollen, jegliche Möglichkeit zu nehmen, zukünftig auf die Regierenden Einfluss zu nehmen. Demnach wäre auch die grandiose, menschliche und ehrbare, amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776, der notwendige Bürgerkrieg, um die Sklaverei abzuschaffen, ungeheure Straftaten gewesen. Hat irgendjemand je gewagt dem wundervollen Abraham Lincoln, dem Leitbild der Freiheit, George Washington, Verrat, Spionage oder andere absurde Taten vorzuwerfen. Außer ein paar Wirrköpfen. Nur weil diese Ideale einer neuen, kommenden Zeit, die gelebte Wahrheit war, ihre Ideen zu verbreiteten?

„Nul ne doit être inquiété pour ses opinions, même religieuses, pourvu
que leur manifestation ne trouble pas l'ordre public établi par la loi.“

Niemand soll wegen seiner Anschauungen, selbst religiöser Art, belangt werden, solange deren Äußerung nicht die durch das Gesetz begründete öffentliche Ordnung stört.

 

Es scheint wieder an der Zeit, darauf hinzuweisen, dass wir alle das Recht, die Fähigkeit besitzen, uns zu dem zu äußern, aktiv mit gestalten müssen, damit dieses Allgemeingut Demokratie wächst, dieses wundervolle Geschöpf sich kumulieren kann. Wo hat Assange die Ordnung gestört? Er hat sie versucht, wieder herzustellen.

„La libre communication des pensées et des opinions est un des droits les
plus précieux de l'homme : tout citoyen peut donc parler, écrire,
imprimer librement, sauf à répondre de l'abus de cette liberté, dans les
cas déterminés par la loi.“

Die freie Äußerung von Meinungen und Gedanken ist eines der kostbarsten Menschenrechte; jeder Bürger kann also frei reden, schreiben und drucken,
vorbehaltlich seiner Verantwortlichkeit für den Missbrauch dieser Freiheit in den
durch das Gesetz bestimmten Fällen.

Das erklärt sich wohl von selbst, soll aber gestört werden, weil Amerika der Krieg wichtiger, als der Friede wird. Es geht um einen Krieg, der nicht mehr zu gewinnen ist, der verloren war, bevor er begann.

„La garantie des droits de l'homme et du citoyen nécessite une forcepublique : cette force est donc instituée pour l'avantage de tous et nonpour l'utilité particulière de ceux auxquels elle est confiée.“

Die Gewährleistung der Menschen- und Bürgerrechte erfordert eine öffentliche Gewalt; diese Gewalt ist also zum Vorteil aller eingesetzt und nicht zum besonderen Nutzen derer, denen sie anvertraut ist.

Das ist das Problem Amerikas, diese Gewalt seit Jahren für eigene
machtpolitische Interessen auszunützen. Deshalb ist ein Assange überhaupt
bekannt geworden. Was ist aus den Menschenrechten in Abu Ghuraib, in den besetzten, bekriegten Gebieten geworden? In Guantanamo? Von speziellen
Bürgerrechten will jemand sprechen, die gibt es nicht in diesem
Zusammenhang. Zumindest nicht im Gefüge mit den USA und seinen
erklärten Feinden. Ein Krieg muss auch einmal ein Ende finden. Es ist
schlimm genug, dass er angefangen hat.

 

„Pour l'entretien de la force publique et pour les dépenses
d'administration, une contribution commune est indispensable. Elle doit
être également répartie entre tous les citoyens, en raison de leurs
facultés.“

Für die Unterhaltung der öffentlichen Gewalt und für die Verwaltungsausgaben ist eine allgemeine Abgabe unerlässlich; sie muss auf alle Bürger, nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten, gleichmäßig verteilt werden.

Jedem Kind ist mittlerweile klar, dass die Kriege Geld kosteten, die öffentliche Hand in den USA mehr benötigte als da war. Also nun sind alle davon betroffen. Deshalb ist es sinnvoll, was Assange plant, über die Banken das zu veröffentlichen, was die Bürger sonst niemals zu Gesicht bekommen würden. Kriegsgewinnler benötigen wir alle nicht.

 

„Chaque citoyen a le droit, par lui-même ou par ses représentants, de constater la nécessité de la contribution publique, de la consentir librement, d'en suivre l'emploi et d'en déterminer la quotité, l'assiette, le recouvrement et la durée.“

Alle Bürger haben das Recht, selbst oder durch ihre Vertreter die Notwendigkeit der öffentlichen Abgabe festzustellen, diese frei zu bewilligen, ihre Verwendung zu überwachen und ihre Höhe, Veranlagung, Eintreibung und Dauer zu bestimmen.

Wir allen zahlen die Zeche gegen einen Feind, dessen brutales Gesicht wir nur durch die niederschmetternden Bilder des 11.9.2001 kennen, gegen wen oder was wird eigentlich gekämpft? Assange hat dies durchsichtiger gemacht, einen scheinbar unnützen, riesigen Krieg, der vollkommen außer Kontrolle geraten ist.

„La société a le droit de demander compte à tout agent public de son administration.“

Die Gesellschaft hat das Recht, von jedem Staatsbeamten Rechenschaft über
seine Amtsführung zu verlangen.

Das hat Assange, Wikileaks für so viele Menschen auf dieser Welt getan, weil all dies in Vergessenheit geraten ist, die Regierenden sich zu schade für die wahrheitsgemäße Beantwortung so vieler Fragen waren.

„Toute société dans laquelle la garantie des droits n¹est pas assurée, ni la
séparation des pouvoirs déterminée, n'a pas de Constitution.“

Eine Gesellschaft, in der die Gewährleistung der Rechte nicht gesichert und die
Gewaltenteilung nicht festgelegt ist, hat keine Verfassung.

Gerade das wollte Assange wieder herstellen, weil scheint´s über den
Tellerrand sah, die so notwendige Gewaltenteilung, die Rechtssicherheit wieder finden wollte. Sich daran orientierte. Das ist ehrbar, nicht verwerflich. Schon überhaupt nicht strafbar. Er hat aus seiner Veröffentlichung ja wohl keinerlei Gewinn machen wollen.
Wir alle verlangen Wikileaks, wir alle beanspruchen diesen ungemeinen
Fortschritt. Wir fordern die Revolution des Julian Paul Assange, diese öffnet uns die Augen. Wir bedürfen auch keiner US-Adminstration, die bei kritischen Situationen, gegen ihre eigene Verfassung verstoßen würde. Niemand hat das Recht zu zensieren. Das hat schon die Menschenrechtskommission der UNO bekräftigt.

 

Assange sollte als freier Mann nach Schweden gehen. Auch dieses Scharmützel aus Amerika sollte ein Ende finden. In Schweden sollen die Vorwürfe geklärt werden, wenn da welche sind. Nicht, wie man einen Einzelnen zu einem Revolutionär nach altem Vorbild macht. Es reicht, wenn wir die Lehren des wohl maßgeblichsten Volksaufstandes bis dato verstehen, danach handeln.
Sonst droht denen, die das nicht verstehen, mutmaßlich das gleiche Schicksal wie Marie Antoinette.

 
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Das Drama auf der "Viking Sky" - es wäre wie auf der Titanic gewesen (update)

 

update 27. März 2019 16.50 Uhr

War wie auf der Titanic

Zahlreiche Gäste der "Viking Sky" berichten über die wohl schlimmsten Stunden ihres Lebens, und verglichen die Schiffshavarie mit dem Sinken der Titanic, wie die norwegische Zeitung VG berichtete. Die Reederei Viking Ocean Cruises hat bislang noch keine Stellungnahme abgegeben, warum das Schiff fast gesunken wäre. In dem Gebiet vor Norwegen herrschen Untiefen und angeblich wären acht Meter hohe Wellen gegen das Schiff geprallt.
Warum die Schiffsmotoren ausfielen, sollen Techniker von MAN klären. Angeblich soll der Öldruck zu niedrig gewesen sein, erklärte die norwegische Seefahrtsbehörde auf einer anberaumten Pressekonferenz.
Die norwegische Polizei hat eine routinemässige Untersuchung eingeleitet, berichtet dpa.

 

update 16.46 Uhr (GMT+1)

Die "Viking Sky" hat den Hafen von Molde in Norwegen erreicht.

 

 

update 14.05 Uhr (GMT+1) in Nordmeer-Drama

Weitere Videos über die Havarie der "Viking Sky" und die Verhältnisse während der Schiffrettung, zeigen das gesamte Ausmaß der Katastrophe vor Norwegen. Derzeit sind noch etwas mehr als 900 Menschen an Bord. Die Ursache für den Ausfall der Maschinen, die zu diesem Unglück führten, ist laut norwegischer Küstenwache, nicht bekannt.

 

 

Update 11.56 Uhr (GMT+1) im Seenotdrama

Während das Schiff, bei dem nunmehr wieder drei Antriebsaggregate laufen, in den südnorwegischen Hafen von Molde eingeschleppt wird, wird die Luftrettung durch Hubschrauber der norwegischen Küstenwache unterbrochen. Der Kapitän hatte aus Sicherheitsbedenken die Bergung unterbrochen. Knapp 455 Passagiere wurden bislang evakuiert. Zahlreiche Gerettete mussten in Kliniken gebracht werden. Menschen schrien auf dem Schiff vor Angst und Verzweifelung. Es müssen sich furchtbare Szenen abgespielt haben.

 

Alptraum auf Traumschiff

Die Kritik an Kreuzfahrtschiffen ist berechtigt.

 

 

 

Nicht nur, dass diese umweltschädlich sind - nun zeigt sich auch, dass bei der Seenot der "Viking Sky" vor der norwegischen Küste, die Rettung durchaus gefährlich werden kann. Der Wind machte den Rettungskräften die Bergung schwer.

370 Menschen von ca. 1.300 Passagieren wurden evakuiert. Mehrere Menschen wurden verletzt und mit Hubschraubern ausgeflogen. Augenscheinlich gab es bei der Rettungsmaßnahme durch die norwegische Küsten wache Verzögerungen, die durch das Wetter entstanden. Ein Frachter soll auch ein Notsignal abgegeben haben.

 

 

Das Schiff hatte zuvor Mayday abgesetzt, da schwere See den Luxusliner in Schieflage gebracht hatte. Es soll ein Problem mit den Maschinen gegeben haben.
Derzeit soll der Havarist in einen norwegischen Hafen geschleppt werden. Im letzten Moment schaffte es die Mannschaft, eine der Maschinen zum Laufen zu bringen.

Schlicht unfassbare Bilder erreichen die Welt über den Havaristen. Nach dem Ausfall der Maschinen war das Schiff der See schutzlos ausgeliefert.

 

 

Es wird Zeit, Kreuzfahrtschiffe besser zu kontrollieren.

 

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Das abgegriffene Straßenbahnticket 2013

Das abgegriffene Straßenbahnticket

Der heiße Sommer trog dieser Tage. Saharawinde und dazu das schwer verständliche, aber jedes Jahr wiederkehrende Sommerloch, diesmal mit Peer. Er, der Kanzlerkandidat der SPD, schien überhaupt nicht da. Getilgt von der Oberfläche der politischen Bühne. Sorry, manchmal knarrten die Bretter noch. Ein Schatten von Peer in heißen Zeiten.

Man hörte nichts von Peer. Manchmal etwas über Vorträge und Zuwendungen, die er erhalten hatte oder auch nicht.
Aber was interessierte uns das?
Die längste zusammenhängende Peershow sendete Oliver Welke. In der Sommerpause verschwand der SPD Kandidat und sein Anspruch Deutschland, zu regieren. Niemand konnte Deutschland ernstlich entmerkeln. Aber jeder ahnte, nach Mutti Merkel konnte Papa Peer folgen, wenn wir alle Pech hatten.
Aber dazu muste er uns erscheinen.
Wo war er?

In Eintracht wurden die beiden Charakterköpfe plakatiert, zwischen handzahmen Piraten und politischen Ex-Helden aller Couleur.
Kurz vor der Bundestagswahl quittierten Donner und Blitz, Regen und Hagel die schlimmsten Vermutungen.
Wir alle schwitzten nach einem grotesken Winter, der bis in den Mai Kälte brachte. Der menschliche Frost folgte mir allerorts. Wir waren ein Volk aus Egoisten, Egomanen ge-worden.
Aber zurück zum Wetter: Wieder frühstückten die Experten für Klimakatastrophen, Ozonlöcher sich gegenseitig ab, ab 6 Uhr jeden Werktag in Glotzekiste, die die Kultur der Tage vermittelte.
Die Generation Salesch hatte die Peep-und Pöbelshows der 1990er am Nachmittag abgelöst. Immerhin vermittelte Alexander Hold die Rechtssicherheit, nach der sich das Volk allerorts mächtig sehnte. Hold hatte immer Recht, wenn nicht, war der Sender gestört oder es lief einfach der falsche Kanal.
Das machte auch nichts mehr.
Auf den anderen Kanälen bescherten sich gegenseitig die großen Sender das "Dunkle Geheimnis", wenn es ganz gut lief, suchte eine adrette Dame, weltweit, nach verschollenen Verwandten in einem tränenreichen und zum Teil verstörenden Format.

Julia hier, morgen da, übermorgen lud sie den Delinquenten vor, seine, seit Jahrzehnten vermisste Verwandtschaft, hinter einer Hecke oder in einem Park, an Waldis Lieb-lingsbaum, wiederzutreffen.
Immerhin, Unterhaltung auf höchster Ebene vernebelte den Romantikern die Sicht für die wirklich zornigen Aspekte der Tage.

Was macht ein Volk, wenn die Politiker langsam, schleichend, die Diktatur errichten?
War der Euro eine weitere Diktatur wert? Europa war nicht das Geld, sondern die Seele der Menschen, ganze Völker verbanden sich im Laufe vieler Jahrzehnte.

Was war aus unseren Ideen geworden?

Ich schämte mich im Jahre 8 des real existierenden "Merkelismus" fremd, für die seelische Vergewaltigung des griechischen Volkes.
Nicht weil 1000 Griechen dann und wann den Syndagma stürmten, das geschah auch schon Jahr vorher.
Die Rentner, die Banker, in Griechenland streikte man gerne und oft. Daran konnte auch keiner der, wie Schäubles Marionetten, wirkenden Ministerpräsidenten ändern.
Jedoch, gleich, wie viel Schulden die hellenischen Banken hatten, Deutschland verdiente an dem Leid der Hakenkreuzfahnen schwenkenden politischen Wirrköpfe, die innerhalb eines Staatsgefüges Europas nun meinten, revanchistisch werden zu müssen, den angeklebten Damenbart der Kanzlerin zu pflegen, mit.
Nicht, dass ich die personifizierte Tochter der Wiedervereinigung nicht heimlich für ihre absolute Gleichgültigkeit bewunderte. NSA (Nichts Sicherer als Abhören) war eines der erschreckenden Beispiele, was aus unserer filigranen Demokratie geworden war.
Sie existierte nur noch in der verblassenden Erinnerung oder auf altem, schwer angeblichenem Papier.
Nur Hitler zu Merkel zu machen, oder geschwind eine Rechnung durch die Hintertür wegen Kriegsschulden aufzumachen, war grotesk.

Diktatur ist bequem für die, die regieren und die sich regieren lassen.
Diesmal allerdings waren es keine Despoten, sondern Computer und Geheimdienste, die den Banken und deren Zockern dienten. Toll, die Gier verbarg sich persönlich hinter dem vertraglichen Pferdefuß und dem fein gebügelten Armani-Anzug. Wenn es der nicht der Typ Aalglatt war, daneben hing noch einer Marke Sarrazin, gleich mit passender Lektüre für den Träger, oder vielleicht doch der dunkelblaue Zwirn vom Boss.
Eine weitere schäbige Diktatur, die des Kapitals.
Pennten wir alle seit Jahren oder vielleicht sogar seit Jahrzehnten?

Ich träumte, wie so viele andere von der Demokratie, von der Gleichheit, von der Gerechtigkeit.
Dieser Tagen eher ein Albtraum.
Als die Menschen durch die soziale Ungerechtigkeit, die Verachtung der Politik für die Bürger, unruhig, aggressiv wurden, setzte ich mich in die Straßenbahn, immer der Nase nach. Das Bremer Straßenbahnnetz war lang, ich beobachtete die Menschen, die Bahn füllte sich, leerte sich. So ging das tagein, tagaus. Die Gesichter waren maskenhaft geworden. Die Witze in der BILD waren noch immer die gleichen Pointen.
Im Jahr 12 nach den Anschlägen von New York.
Meine Seele schrie nach Gerechtigkeit, nach der hehren Demokratie, nach der
Wollten wir rebellieren? Nein, niemals! Oder vielleicht doch.

Ich wollte einen anderen Staat. Nicht diesen, nicht mit Politikern aus Parteien oder Lobyisten. Ich wollte einen anderen Staat, keine Nazis, keine Kommunisten und keine Schwadroneure. Gerade hat die Straßenbahn gehalten, es ist dunkel und meine Reise ist hier für heute zuende.

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Der auffällig, unauffällige Miri-Clan in Bremen

Allem vorab, auch Clan-Kriminalität bedeutet nicht die Verurteilung einer ganzen Großfamilie. Jedoch, es muss über gesellschaftliche Probleme gesprochen werden.

Mit der jetzt gefürchteten Clan-Kriminalität hatte aber so mancher schon 2013 in Bremen Probleme. Damals wurde das Problem, trotz vieler Hinweise, totgeschwiegen.

In einer Querstraße zum Steffensweg in der Hansestadt, entstand unter den Augen der eher laschen Sicherheitskräfte Bremens eine bedenkliche Parallelgesellschaft, die sich von Drogenhandel und Prostitution nährte.

Es bestand über Internet-Cafés ein reger Absatz von Drogen durch Schwarzafrikaner, die hauptsächlich im Stadtteil Walle und Gröpelingen, das damals zum Problembezirk mutierte, um nicht zu sagen zur No-Go-Area wurde, ihrem Handeln nachgingen.
Diese Geschäfte wurden ab 2012 / 2013 ganz offen betrieben.

Journalisten, die auf die Missstände des kurdisch-libanesischen Familienclans hinwiesen, wurden schon mal durch Mitglieder der Sippe bedroht. Auf offener Strasse mit dem Tod. In diesem Fall vor einem Getränkemarkt durch einen Lakaien der Miris.

In einer als Werkstatt, neben einem Supermarkt, getarnten Volvo-Gebrauchtwagen-Verkaufsstelle hielten sich gut zwei Dutzend dieser Familienmitglieder regelmässig auf. Für jeden, der dann mal in den Hinterhof des Gebrauchtwagenhandels kam, wurde schnell klar, dass hier Frauen auf den Anruf von Freiern warteten, die über einschlägige Seiten in Magazinen geworben wurden. In unmittelbarer Nähe bestand ein polnisches Edel-Bordell, das im Januar 2015 aufgelöst wurde.
Die Clan-Mitglieder wurden dann auch mal schnell zudringlich, wenn es nicht nach ihren Vorstellungen lief.

 

Das Problem der Familien-Clans wurde komplett unterschätzt. Es wollte in der Hansestadt niemand wissen. Das Regiment der Miris erstreckte sich damals auch auf Kleingartensiedlungen, Schrebergärten und andere Freizeitanlagen.

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Gerade im Steffensweg waren die Anwohner, die schon lange bevor dort die Shisha-Bar eröffnet wurde mit den Gewaltphantasien der Profiteure aus Drogen- und Clan-Kriminalität klarkommen mussten, die Leidtragenden an der sich immer weiter verschlimmernden Situation. Häufig wurde seitens der völlig überforderten Behörden Bürgern geraten wegzuziehen, um keinerlei Schwierigkeiten ausgesetzt zu werden.

 Bremen, Beispielbild, kasaan media, 2008 Bremen, Beispielbild, kasaan media, 2008

Dass sich aus dieser Situation ein gesamtdeutsches Problem ergeben sollte, konnte damals niemand ahnen.

Bis heute konnte die Clan-Kriminalität der Miris nicht eingedämmt werden, da auch zu viele Nutznießer auf der Seite derer stehen, die den Clans eigentlich zu ihrer Stellung verholfen hatten.

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