Im Trüben fischen -Datenschutzauskunft-Zentrale

Erinnerungen an die Gewerbeauskunfts- Zentrale

Schon mehrere Warnungen gegen die sogenannte Datenschutzauskunft-Zentrale sind in den letzten Tagen ergangen.

Man kann nicht genug warnen.

 



Diesmal kommt der dreiste Betrugsversuch aus dem Fax, massenweise werden diese Formulare, Marke Eigenbau, versandt. Wahrscheinlich kommen die Faxe aus Zypern oder Malta. In der Oranienburg, Lehnitzstraße 11 findet man allenfalls Supermärkte, aber eine solche "Behörde" sucht man vergeblich. Ein pseudo-amtliches Formular,(Formular Nr. 39855DZ-868977), das den Anschein erweckt, ausgefüllt werden zu müssen.Dieses Schreiben soll einen Zusammenhang mit der DSGVO - Datenschutz-Grundverordnung- besitzen. Dem ist nicht so.

"...um Ihrer gesetzlichen Pflicht zur Umsetzung des Datenschutzes nachzukommen und die Anforderungen der seit 25.05.2018 geltenden europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) zu erfüllen, bitten wir Sie, das angeheftete Formular auszufüllen und bei Annahme unterschrieben bis zum 9. Oktober 2018 gebührenfrei an die EU-weite zentrale Fax-Stelle 00800/7700777 zu senden.“

 




Unter Zeitdruck bis zum 9. Oktober 2018, übersehen viele das Kleingedruckte, das dazu verpflichtet, mehr als 1.000 Euro an ein zweifelhaftes Verzeichnis zu zahlen, dessen Inhalt für jeden normal denkenden Bürger sinnfrei ist. Im Kleingedruckten heisst es nämlich:
„Die in diesem Auftrag genannte Person/Unternehmen erwirbt das Leistungspaket Basisdatenschutz. Dieses beinhaltet Informationsmaterial, ausfüllfertige Muster, Formulare und Anleitungen zur Umsetzung der Vorgaben der DSGVO. Basisdatenschutz-Beitrag jährlich netto, zzgl. USt: EUR 498. Die Berechnung erfolgt jährlich. […] Durch die Unterzeichnung wird die Leistung für drei Jahre verbindlich bestellt.” .
[caption id="attachment_10837" align="alignnone" width="1280"]Datenschutzauskunft- Zentrale, kasaan media, 2018 Datenschutzauskunft- Zentrale, kasaan media, 2018[/caption]

Dreister geht es nicht mehr. Es sind zahlreiche Strafanzeigen gegen die offensichtlich aus dem Ausland operierenden Täter ergangen.

Darauf weist die 00800 er Nummer hin.
Der tote Briefkasten gibt auch nicht viel mehr her, den man noch anschreiben könnte.

DAZ
Zentrale Postverteilstelle
Lehnitzstraße 11
16515 Oranienburg


Wer das Formular unterschrieben hat, sollte einen Widerruf verfassen und diesen absenden.(Anfechtung wegen arglistiger Täuschung, empfehlen Anwälte) Ggf. auch sofort Strafanzeige erstatten.

Die Täter bauen sonst danach Druck auf, den man nicht mehr abfedern kann. Man wird regelrecht von Inkassounternehmen belästigt. Es wird mit allem Übel gedroht, das den Tätern einfällt, um ihre Forderung durchzusetzen.

Am besten sollte man das Fax, wenn man es bekommt, gleich entsorgen. Der Mülleimer ist der richtige Ort für solche Abzocke.

Last modified onMontag, 19 August 2019 15:05

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