Bizarrer Tod

0
51
Bizarrer Tod, kasaan media, 2019
Bizarrer Tod, kasaan media, 2019
Werbung

Bizarrer Tod

Vorab, es sind fünf Menschen, durch welche Umstände auch immer, zu Tode gekommen.
Gruselige Fakten und Mutmaßungen, die ein völlig entstelltes Bild der Situation wiedergeben, konnte man im Netz lesen. Reichsbürger, die sich gegenseitig mit Armbrüsten töten würden, gar von einem bizarren Sex-Zirkel in mittelalterlicher Manier war die Rede, in dem der aufgefundene Tote der Guru gewesen sein soll. Und nein, es gibt keine weiteren Anhaltspunkte über weitere Tote in irgendwelchen Wohnungen, die wie die nackten Jungfrauen um den Fetisch-Mann getanzt sind. “Es war eine seltsame Gruppe“, wird ein Zeuge zitiert. Das allerdings ist der Eindruck eines Zeugen, die Ermittlungen sprechen eine eigene Sprache.

Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Kurz vor 12 Uhr mittags wurde der Polizeieinsatzzentrale in Straubing über Notruf mitgeteilt, dass drei Tote in einer romantisch gelegenen Pension bei Passau,im Ortsteil Unteröd im Ilztal, durch die Reinigungskräfte aufgefunden wurden. Diese trauten ihren Augen nicht, als sie das von Pfeilen durchbohrte, doch händchenhaltende Paar im Doppelbett des kargen Zimmers vorfanden. Daneben, auf dem Boden des Raumes eine weitere Tote. Farina C., die durch einen Schuss aus der Armbrust in den Hals tödlich getroffen, vor dem Bett zusammengebrochen war. Es gab, laut der Staatsanwaltschaft Passau, auch in der Obduktion keinerlei Hinweise auf eine Auseinandersetzung vor den Tötungen zwischen den einzelnen Tatbeteiligten.
Die Frau stammte, wie man den Agenturen entnehmen konnte, aus Neuwied.

Das Tatgeschehen, wie auch die Obduktion, weisen auf einen erweiterten Suizid hin. Zudem wurden Testamente aufgefunden, die wohl auf einen Selbstmord hinweisen. Der tote Mann im Bett, der angeblich Thorsten W. sein soll, soll von einem Pfeil ins Herz und von einem zweiten Pfeil, der durch die Armbrust abgefeuert wurde, in den Kopf getroffen worden sein. W. handelte angeblich mit mittelalterlichen Devotionalien und bot diese auf Märkten in der Szene an.

Er soll freundlich gewesen sein, gute Produkte verkauft haben, lassen Kunden des Verstorbenen wissen.

Daneben betrieb er den Laden Milites conductius – Der Mittelalterladen in Hachenburg im Westerwald. In dieser Eigenschaft schien er über zahllose „Mittelalterflohmärkte“ zu tingeln. Er verkaufte Met und andere Güter aus der Epoche.

Nun wurden im Laufe des gestrigen Vormittags zwei weitere Leichen in der Wohnung im Landkreis Gifhorn der tot in der Pension in Passau aufgefundenen Farina C. durch Polizeikräfte im Rahmen der Routineermittlungen aufgefunden. Über die Identität der beiden Leichen äusserte sich die Polizei in Passau nicht. RTL gab eine Identität, nach eigenen Recherchen, mit Carina U., 19 Jahre alt, an. Diese soll sich 2017 aus ihrem familiären Umfeld gelöst haben und zu der Gruppe der anderen Toten gestossen sein. Die Spurensicherung fand in der Wohnung im niedersächsischen Gifhorn keinerlei Anhaltspunkte für eine Gewalttat. Ob es sich um einen weiteren Suizid handelt, muss das toxikologische Gutachten während der Obduktion zeigen. In diesem Zusammenhang soll es eine weitere Tötungsmethode gegeben haben. Laut dem Gifhorner Polizeisprecher Thomas Reuter hatten die beiden im Landkreis Gifhorn aufgefundenen Frauen eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

Sending
User Review
4.67 (3 votes)
Werbung

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!

Ich stimme zu.

Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.