Die Lichter der Stadt

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Blick vom Hilton Luxemburg, kasaan media, 2019
Blick vom Hilton Luxemburg, kasaan media, 2019
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Hier regiert die Gier und Unverschämtheit

Conrad Hilton würde sich im Grabe umdrehen, wenn er diese Reportage lesen würde. In seinem Namen müssen Gäste in solchen Umständen übernachten. Einer Kollegin ist genau dieses wiederfahren. Viele Gäste bekamen in zahllosen Reiseforen Copy und Paste Kommentare, die das Mangement auf ähnliche Erlebnisse als Antwort gab.
Wie dieses Hotel über 4 Sterne verfügen kann, ist niemandem klar.
Es liegen zahllose Beschwerden über das Haus vor, die sich fast alle gleichen.

Hauptsache den letzten Cent aus dem Gast gesaugt

Das Hilton Doubletree in Luxembourg hat den Kapitalismus absolut rüde verinnerlicht, jedoch nicht die Gastfreundschaft, die Häuser mit angeblich vier Sternen auszeichnen sollen.
Ein liebloser Bau mit dem Muff der 1970er Jahre erhebt sich in der Nähe des Flughafens in Findel.

Die Zimmer sind geräumig, jedoch verwohnt. Der Teppich in den Zimmern ist alt und riecht. Die Dusche ist selbst für normal gebaute Menschen zu eng. Im Badezimmer klebt der Dreck der Vorreisenden. Die Klimaanlage ist schlecht einzustellen, obwohl modernes Diget einen kleinen Kasten ziert. In der Minibar scheint Coca-Cola wie vergoldet. Es ist einfach zu teuer, etwas zu trinken. Die Betten sind hart wie Bretter, Rückenschmerzen inklusive. Die Zimmer sind nur oberflächlich gereinigt. Einziger Pluspunkt und dabei bleibt es, man kann sich mittels eines Wasserkochers Tee oder Kaffee selbst zubereiten.

Es gibt im schönen Hilton in Luxembourg eine Zweiklassengesellschaft. Die einen, die das Butter- und Brotgeschäft bringen über Buchungsportale, die anderen, die gut behandelt werden.

Was in anderen Häusern sofort zu einem Einsatz der Polizei führen würde, ist hier scheinbar ein Tatbestand, der klein geredet wird. Nur ein Lächeln und betretenes Schweigen. Man nervt die Rezeption, wenn man sich über derartige Avancen, wie nachfolgend berichtet wird, beschwert. Das ist die eigentliche Schande dieses Hauses. Man versichert ein wenig oberflächliches Mitgefühl, unternommen wird jedoch nischts, weil es im Ablauf stört. Schuld ist das Opfer dieser Übergriffe. Das wird nicht gesagt, aber gemeint.

Im Aufzug

Das Missverhältnis zwischen der Realität einiger orientalischer Männer und dem Anspruch an Frauen, den sie stellen, ist bekannt. Frauen versuchen vorausschauend, sich nicht in diese Situation zu bringen. Was jedoch soll eine Frau tun, wenn sie im Aufzug steht und allein einem Mann mit so einem Verhalten ausgesetzt ist?
In diesem Nobelhaus jedoch, gehen manche männlichen Gäste regelrecht auf Frauen los. Das ist wohl bekannt. Im Aufzug wird dann schon mal unverblümt einer einzelnen Frau ein “Blow Job” abverlangt. Er macht schon mal mit den Lippen vor, was er will. #Metoo ist an dem Haus und and den orientalischen Mitbürgern komplett vorbeigegangen. Die Penetranz mit der diese Männer vorgehen, zeigt, dass das Verhalten lange erprobt ist. Augenscheinlich von dem Hotel geduldet wird. Frauen werden in solchen Situationen schnell zu Freiwild, das menschenverachtend behandelt wird.
So bleibt denen, die sich eine Gelegenheit für die Nacht suchen wollen, wieder und wieder die Möglichkeit, Frauen in den schlecht laufenden Aufzügen mit ihren latenten Werbeversuchen zu belästigen, um später auf den Fluren nach dem Zimmer derjenigen zu suchen, die sie ausgemacht haben. Sofort fühlen sich die Opfer wie Prostituierte. Das soll auch vermittelt werden. Dem Treiben wird hemmungslos weiter zugesehen.

Büffet und andere Schrecklichkeiten

Das Frühstücksbuffet ist eine Beleidigung für den normalen Reisenden. Der Kaffee schmeckt bitter und entspricht nicht dem, was man unter einem morgentlichen Heissgetränk versteht. Das Rührei, das in einer lieblosen Wärmeaufbereitung klebt, schmeckt wie gelber Schleim. Die Kartoffeln sind kalt und fetttriefend, die Würste daneben, erinnern an eine Armenspeisung. Der dazu gehörige Speck ist salzig genug, um den nicht funktionierenden Streuer zu ersetzen. Ein wenig billiger Käse, Schnittwurst und ein Obstsalat mit Haaren, kurzen schwarzen Haaren. Niemand mag so Ananas essen. Jedoch stört sich niemand an dem Umstand.

Das Abendbuffet, angeblich vom Chef der Küche, erschreckt sogar erfahrene Reisende. Es werden geschwind 25 Euro fällig.
Wurst als kalte Vorspeise wünscht sich jeder, Pasteten, wären diese nur noch da. Die Vorstellung davon alleine, reicht nicht aus.

In einer undefinierbaren Pampe präsentiert sich das zähe und verkochte Fleisch, das niemand mehr essen möchte. Das Rindfleisch ist alt und das billigste vom Billigen. Der Käse ist Ausdruck dessen, was von einem Büffet-Massaker übrigbleibt. Krümel werden serviert. Da wird auch schon mal gegen den Tisch gelaufen, wenn die letzten Gäste nicht schnell genug essen. Die Fischpfanne ist so verkocht, dass nichts mehr davon geniessbar wäre. Buffet geht anders.
Die Salate sehen unappetitlich aus, ein paar bunt zusammengewürfelte, nichtssagende Creationen des Hauses, die nur mit Mayo aus der Plastikflasche schmecken.
Kritik wird abgebügelt. Man hat zu essen oder zu gehen.

Das Brot steht neben dem Küchenabfall auf einer halbhohen Theke.

Frech ist es, für den Hauswein, das wirklich billigste Gesöff, was der Sommelier finden konnte, 6 Euro für 100 ml zu verlangen. Für ein Bier werden geschwind 7,50 Euro fällig. Nicht, dass es eines der edlen Biere ist, es ist ein lokales Bier, das allenfalls mit sehr vielen pikanten Erdnüssen an der Bar schmeckt.

Wer glaubt, er bekäme einen kostenlosen Shuttle an den Bahnhof, irrt. Unmissverständlich werden die Gäste zum Bus gesandt. Die Haltestelle ist etwas mehr als 300 Meter entfernt. Das Gepäck dürfen die Gäste schleppen. Das Angebot im Internet ist Bluff, Bauernfängerei.

Nur die, die augenscheinlich dem Hotel gefallen oder 1. Klasse logieren, können auf einen Shuttle hoffen. Die anderen können die überteuerten Taxis nehmen, die für gerade einmal fünf km 25 Euro verlangen. 25 Euro scheint hier die magische Zahl zu sein.
Es scheint, als würden die, die stören, die Gäste sein.
Man kann von diesem Hotel nur abraten.

Im 2.Teil: Was sagt der Luxemburger Hotelverband dazu?

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1 Kommentar

  1. Wir waren auch in dem Hotel in Luxemburg, Sie haben in Ihrem Artikel den Nagel auf den Kopf getroffen. Nie wieder Hilton Luxemburg.
    Obwohl ich finde, dass Sie die Probleme noch verharmlost haben. Ich bin auf den 2. Teil gespannt.

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