Die Dealer von Hamburg St. Pauli

Unfassbare Dummheit

(Johannesburg /Santa Cruz de Tenerife)

Während Donald Trump in den Vereinten Nationen über Drogen referierte, von deren Problemen er offensichtlich keine Ahnung hatte, geschieht in der Realität unermessliches Leid durch Drogenhandel anderswo.

Straßenkampf inklusive

Seit zwei Jahren herrscht mehr oder weniger ein Kampf zwischen organisierten afrikanischen Drogenhändlern, linken Aktivisten und der Polizei in Hamburg.

Man wird den Hintergrund der ungleichen Auseinandersetzung nicht glauben.

Aber jetzt eskaliert es wieder – die Linksradikalen und die organisierten afrikanischen Drogenbanden gegen die Polizei in St. Pauli.

Aber wer organisiert die Drogen?

Wer steckt hinter all dem?

Benutzt die internationale Drogenmafia die linke Szene in Deutschland, um ihre Geschäfte zu schützen?

Das könnte man fast vermuten.

Es gibt viele Gerüchte, die Afrikaner würden den Schutz der linken Anarchisten in Hamburg kaufen.

Immer wieder kommt es zum kollektiven Protest, wenn es sich um eine Razzia gegen die Dealer in St. Pauli handelt. Dieser Protest ist gut organisiert.

Die Linke würde das Geld nehmen, um die sonst anfallenden Aktionen zu finanzieren.
Derer sind viele, wie man seit dem letzten Jahr ahnen kann.

Es scheint ein gegenseitiges Geschäftsmodell zu sein, das auf beiden Seiten funktioniert.

Für eine lange Zeit.

Am Hindukusch Nichts Neues, Cover, kasaan media publishers, 2016
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Dealen in St. Pauli

Beide Gruppen stehen seit Jahren in der Hafenstraße zueinander, wenn es um den Kampf gegen Deutschland geht. Die Polizei scheint diesem ungleichen Geschehen allenfalls Kanonenfutter für eine Gruppe, deren Ziele völlig unklar sind. Die Staatsmacht schein auch unterlegen zu sein. Bislang konnte sie nicht vermitteln, dass öffentliches Dealen in Deutschland verboten ist.

Drogen sind das allgemeine Problem in St. Pauli. Es ist einfacher, eine Nase Kokain zu kaufen, als einen Burger zu bekommen. Nicht billiger, aber es geht schneller.

Auf den Straßen, auf denen immer mehr Wirtschaftsflüchtlinge aus Osteuropa sich prostituieren und unzählige neugierige Touristen, die als Sex-Kunden spät in der Nacht betrunken deren Dienste in Anspruch nehmen, dreht sich das übliche tägliche
Tohuwabohu von St. Pauli um Drogen.

Vor einiger Zeit, während einer Polizeirazzia in der Nähe der Balduin Treppe, neben dem Hafen, wurden einige Polizeibeamte verletzt, indem sie die unerlaubte Mischung aus linken Autonomen und afrikanischen Gang-Mitgliedern kontrollierten.

Die meisten von ihnen sind in Hamburg unter Asyl und kommen aus Ghana, Gambia, Nigeria, Bissau und Senegal. Sie haben ein sehr hartes Leben in der Stadt. Kein Zweifel. Aber sie haben ihr Schicksal gewählt, wegen der Unruhen in ihren eigenen Ländern. Verständlich. Jedoch, die Szene der Hamburger Dealer mutiert zu einer Art besonderer Ableger von Wirtschaftsflüchtlingen.

Natürlich sind die Orte, an denen sie Drogen verkaufen, auch Punkte ihrer eigenen Identität geworden. Niemand möchte die Identität dieser Menschen nehmen.

Während des Dealens können die Afrikaner mit anderen Leidensgenossen in ihrer eigenen Sprache kommunizieren und Nachrichten aus Afrika austauschen.

Aber die Afrikaner genießen das gleiche soziale System wie die Einheimischen und verdienen erheblich bei dem Dealen. Wenn sie in ihren Jobs arbeiten, haben sie 800 Euro extra pro Monat durch den Outlaw-Handel.

Es ist nicht ein einziger Afrikaner, der dort steht, aber die ganzen Straßen sind von Drogenhändlern bevölkert. Frauen fühlen sich bedroht. Dafür zeigt die linke Szene keinerlei Verständnis.

Niemand möchte ein Rassist sein und so lief das außergewöhnliche Geschäftsmodell lange gut. Die Zeit der unbegrenzten Toleranz ist jedoch vorbei.

Die Händler sind in strengen Hierarchien nationaler ethnischer Gruppen organisiert und werden von der weltweiten Drogenmafia beliefert, höchstwahrscheinlich aus Venezuela. Ergründen kann das niemand so genau.

Zwischen dem Kilo Kokain in Caracas und dem Aluminiumkügelchen Koks für den Endverbraucher in Hamburg St. Pauli sind viele Kilometer Leid und Profit dicht beieinander.

Dazwischen findet die Rekrutierung der Body Packer, der Schmuggler und der Läufer statt.

Für die Polizei in Deutschland ist es sehr schwierig, in afrikanische Gruppen einzudringen und Informationen zu beschaffen. Das ist nur natürlich.

Niemand will eine ethnische Gruppe stigmatisieren oder kriminalisieren, aber der einzige Nutznießer des Elends ist, der sitzt weit weg, um das Unglück derer zu genießen, die betroffen sind.
Es ist ein Teufelskreislauf, den die Kartelle hemmungslos ausnützen.

Die Deutschen haben mit gewöhnlichem Rassismus nichts zu tun. In diesen Tagen ist es viel komplexer und für die Opfer viel bedeutungsvoller.

Diejenigen, die hassen, die mit den richtigen und meist dummen Slogans repräsentieren und überleben, haben in St. Pauli andere Opfer gesucht, die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, Prostituierte und Transgender wieder, wo sie die Gewalt ihrer schmutzigen Phantasie auslassen.

Interessanterweise reisen Afrikaner aus ganz Deutschland, wo sie leben und in Asylantenheimen registriert sind, an die Reeperbahn und in die angrenzenden Straßen für ihr eigenes Geschäft an. Leider schaffen die Händler auch in den Parks und Blumenbeeten vor den angrenzenden Häusern, sogenannte Lagerbunker, in denen sie die Drogen belassen. Nur für den Fall würden sie kontrolliert werden.

Das Auge des Tigers

Es ist auch idiotisch, jemanden für ein paar Krümel Marihuana zu verhaften und ihn in Gewahrsam zu nehmen. Selbst wenn das Gesetz es sagt.

Bei Kokain und Heroin ist das eine andere Geschichte. Und darum geht es.

Vor der Grundschule stehen die jungen Afrikaner mit ihrem Bauchladen voller falscher Träume aus dem Koka – Rohr und synthetischen Drogen, dealen. Die Polizei muss sofort per Gesetz reagieren. Vor zwei Jahren, während eines Treffens in St. Pauli, wurde sogar von einer Anwältin gesagt, die Polizei sei rassistisch und scharf darauf, unschuldige Afrikaner, wie in einer Menschenjagd zu verfolgen. Der Polizei wurde vorgeworfen, Rassenprofile zu erstellen.

Das Leid der Dealer in St. Pauli auf der Flipchart, kasaan media, 2016
Das Leid der Dealer in St. Pauli auf der Flipchart, kasaan media, 2016

Überhaupt hat die Polizei in St. Pauli keine Zeit, die Afrikaner zu jagen und sich unter den Augen tausender Touristen wie Schläger zu benehmen. Dieses war eine der Anschuldigungen, die in dieser Nacht der Polizei unterstellt wurden. Seitdem hat es nie aufgehört. Selbst, wenn sich staatliche Versicherungsgesellschaften weigerten, die Verantwortung für die Drohungen bewaffneter Überfälle durch Afrikaner im Bezirk zu übernehmen. Bürger wurden gebeten, in andere Teile der Stadt zu ziehen oder wurden selbst beschuldigt Rassisten zu sein. Die Opfer, die deutsche Bevölkerung in den angrenzenden Straßen, wurden Opfer sexueller Belästigung. Dennoch wurde die Polizei weiterhin des Rassismus beschuldigt. Niemand dachte an die Opfer der Afrikaner.

Am Ende wurden die Opfer der Machenschaften immer noch von denen verspottet, die in der Bundesrepublik, ein wenig mehr Macht zu haben glaubten. Frauen wurden sexuell bedrängt, sogar nachdem die Täter durch Silvester 2015 gewarnt waren. Die Opfer konnten sich nicht helfen, bevor die Täter verschwunden waren, in ihr Gebiet zurückkehrten, wo sie von linken Aktivisten geschützt wurden. Die Vorwürfe gegen die Polizei waren nur eine üble Verteidigung, um die Polizei mit einer Menge Schmutz zu bewerfen, so dass die kritische Mischung aus der Hafenstraße ungestört ihre profitable und gemeinsame Sache machen konnte.

Kokain in der gebrochenen Nase

Der Fall ist jedoch nicht so einfach wie es aussieht. Die Aufrechterhaltung von Sicherheit und öffentlicher Ordnung hat auch in Hamburg oberste Priorität. Jetzt profitiert eine rechte Gruppe von AfD-Parlamentariern von den Verbindungen zwischen linken Schlägern und Drogenhändlern. Die tägliche Real-Satire ist perfekt.

Niemand, der bei klarem Verstand ist oder sein will, kann ernsthaft mit der elenden parlamentarischen Dummheit der AfD – Rechtspopulisten umgehen. Diese seltsamen Rechtsexperten schreien und agitieren immer dann, wenn sie, wie ihre bizarren hasserfüllten Falschmeldungen in ihrer begrenzten Realität bescheiden, die Fraktion in der Bürgerschaft auftreten kann.
Ein Ausweg aus der bizarren Situation ist nicht in Sicht. Natürlich ist es nicht normal, in St. Pauli auf offener Straße harte Drogen zu verkaufen, die Händler in den U-Bahnaufgängen wie ein Spalier zu haben. Aber, die Bürger von St. Pauli haben sich daran gewöhnt.

Drei Tage totale Anarchie

Die Drogenhändler und linken Aufständischen waren nicht mehr populär nach dem Drei-Tage-Bürgerkrieg im Sommer 2017, während des G20-Treffens in Hamburg. Sie fanden keinen Platz mehr als Verbrecher.

Die Polizei der berühmten David Wache wurde sehr nervös, um die unheilige Allianz zwischen den beiden Gruppen zu stoppen. Die Hamburger Polizei sucht immer noch international nach den Aufständischen, die in Hamburg drei Tage lang Straßen, Autos, Geschäfte und Plünderungen begingen. Die schockierten Bürger Hamburgs verbrachten Tage in Angst und Schrecken vor dem Kapuzenmob, der wie die Vertreter des Jüngsten Gerichts am Jüngsten Tag durch die Straßen zog. Viele Bürger forderten damals das Ausnahmerecht. Nur, um sich zu schützen. Die Anarchisten der linken Szene zogen daraufhin aus ganz Europa nach Hamburg, um den üblichen Straßenterror zu begehen. In diesem Zusammenhang ist es interessant – Spuren führen nach Spanien.

Zweiter Teil: In Hamburg Straßen

Dieser Artikel erschien zuerst in der englischen Ausgabe der The Kassan Times in Johannesburg, Südafrika

Am Hindukusch Nichts Neues, Cover, kasaan media publishers, 2016
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One Comment

  1. Gut, dass ein Journalist die Tatsachen schildert.
    So ist es auf Pauli und nicht anders.

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