Versicherungs-Spammern geht es an den Kragen

Bis zu 100 Mails für private deutsche Krankenversicherer am Tag

Viele Internetnutzer bekommen in diesen Tagen bis zu 100 E-Mails von einem Spammer am Tag, alle aufgemacht als dringende Nachricht von der Versicherungsgesellschaft oder als Information zu Verträgen.Selbst Kundennummern werden erfunden. Die Mails gehen fast im Minutentakt ein und wurden wahrscheinlich von einem Automailer ausgesandt.

Versicherungsgesellschaften geben sich ahnungslos und versuchen den Schaden abzuwiegeln. Es geht in erster Linie immer wieder um private Krankenversicherungen oder Rechtsschutz, die die Spammer anbieten. Manch einer kann vermuten, dass die umtriebigen Sender nur private Informationen ausspähen wollen- man kann jedem, der diese E-Mails erhält, nur abraten, überhaupt auf irgendeines dieser Machwerke zu antworten. Mit dem Datenschutz haben es die Automailer nicht.

Hallesche Nationale, Allianz, Central, Signal-Iduna und anderen namhaften deutschen Versicherern immer mit falschen Namen, falschen Mailadressen, vorsätzlich gefälschten Versicherungsrechnern. Immer wieder andere Namen, falsche Adressen, keine Möglichkeit sich aus den „Newslettern“ auszutragen.

Die meisten angeblichen Schreiber sind Telefonbüchern entnommen und werden mit falschen Adressen versehen, oder mit Fantasienamen und Adressen an die Kunden versandt. Teile der Namen sind auch von Grabsteinen entnommen oder einfach frei erfunden. Wie sich die Leute fühlen, in deren Namen Emails geschickt werden, lässt der Betreiber der kriminellen Spamattacke offen.

Unverständlich erscheint es, dass große Versicherungskonzerne mit Daten-abschöpfern aus Panama zusammenarbeiten und die Angebote nicht unterbinden, die die mutmaßlich Kriminellen zuwege bringen. Noch peinlicher ist es für die großen Konzerne, dass die Spammer in die Panama-Papers verwickelt sein müssen, und dies nicht unterbunden wird.

Dutzende User beschweren sich über ein Unternehmen, das in Prag seinen Sitz hat. Weit gefehlt, die Post kommt aus China und der Firmensitz ist in einem Briefkasten in Panama ansässig.

Die Firma, die auch schon im Zusammenhang mit anderen kriminellen Machenschaften, unter anderem unter gleicher Adresse mit den Panama-Papers in Verbindung gebracht wurde, kann das Spammen nicht sein lassen.

Sie heisst angeblich:

pkv-vergleich.club
AVANI Inc.
Prague, IP Pavlova
4th and 3rd floor,
I.P. Pavlova Square 1789/5,
120 00 Prague
info@pkv-vergleich.club

(+507) 836-6070

Bei der tschechischen Polizei weiß man nichts über die Firma, obwohl sich dutzende von Geschädigten der Jahre anhaltenden Spamwelle schon beschwerten.
Die Spur führt nach Panama.

Warum die Versicherungsgesellschaften sich an solchen Spammern vertreten lassen, indem sie Provisionen an die Spammer zahlen, wird nicht beantwortet.

Findige Anwälte von genervten Internetbenutzern haben sich nunmehr, nach vielen Jahren des ungehinderten Spammens, an die Bundesnetzagentur und an die BaFin gewandt, da die einzelnen Versicherungsgesellschaften erklären sollen, wie es möglich ist, dass in ihrem Namen gespammt wird.

Post, die nach Prag ging, konnte nicht zugestellt werden. Anwälte sollen damit beschäftigt sein, gegen die Spammer bei den Versicherungsgesellschaften Provisionen für Unterlassungserklärungen zu pfänden.

Ein Insider berichtete darüber, dass die ständigen Newsletter, die unaufgefordert gesandt werden, von falscher Informationen wimmeln, und nur zum Zwecke der Datensammlung gefertigt werden. Mittlerweile sind diese Mails zu einem nationalen Ärgernis geworden. Ob sich die Politik mit den seltsamen Spammern aus Panama zukünftig beschäftigt, liess der Informant offen.

Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten.

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