Die Geschichte der „Al Zahraa“

Juli 1990

Im Juli 1990 kam die Al-Zahraa aus Basra zur Reparatur nach Bremerhaven.

Der Frachter, der zuvor Panzer und Kriegsmaterial für den irakischen Diktator Saddam Hussein transportierte, lag in Bremerhaven im Trockendock, als der Irak im August 1990 in Kuwait einmarschierte.

Aufgrund der Sanktionen der UN wurde der 112 Meter lange Stückgutfrachter des irakische Militärs an die Kette gelegt, um zu verhindern, dass der Irak sich weiter mit Waffen versorgen konnte.

Seit den Tagen, im August 1990, waren wechselnde Not-Besatzungen auf dem Frachter, um diesen einigermaßen in Betriebsfähigkeit zu halten.
Später wurden alle Öffnungen verschweißt, um das plötzliches Sinken des Schiffes zu verhindern.

Zwei der Matrosen, ein gewisser Adel und ein Abdullah, wurden so weltbekannt, weil die beiden Seeleute im zweiten Golfkrieg zwei Jahre auf dem Schiff ausharren mussten.
Die beiden Seeleute waren auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen, weil keine Vorräte mehr auf dem Schiff waren.
Es entstand ein Film über die beiden Seeleute : „Die Vergessenen der Al-Zahraa“, hochinteressant, eine Studie einer unmöglichen Situation, in die beiden Iraker gebracht wurden, als der nächste Krieg in ihrer Heimat ausbrach.
Das Schiff verrostete langsam vor der Rede.
21 Jahre lag die Al-Zahraa in Bremerhaven, dann wurde sie von ihrem Schicksal erlöst, und zum Abwracker nach Klaipeda in Litauen geschleppt.
Mittlerweile ist das Schiff abgewrackt.

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