Brexit- Die Fälschung des 21. Jahrhunderts?

Brexit- immer kopfloser

Die Ereignisse überschlagen sich.

Als der britische Guardian über die Manipulations-Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Brexit vor zwei Tagen über die, in den USA schon in der Trump Kampagne tätige Cambridge Analytica (CA) berichtete, wollte niemand die Zusammenhänge glauben.



So absurd schien es, was ein Whistleblower aus der Mitte der „Vote out“ Kampagne erzählte. Nun aber sind britische Ermittler in den Räumen der Cambridge Data
vorstellig geworden. Ein Richter hatte einen Durchsuchungsbeschluss ausgestellt, die Durchsuchung dauerte sieben Stunden. Inwiefern Facebook in die Angelegenheit verwickelt sein könnte, steht noch noch nicht fest, obwohl Cambridge Data ein regelrechte Datenernte für die US-Kampagne von Trump und den Brexit durchführte. Auf Mark Zuckerberg wäschst auch in Großbritannien der Druck, vor Abgeordneten Rede und Antwort zu stehen, folgt man den Ausführungen des Observers.
Auch die britische Premierministerin Theresa May gerät immer mehr in den Fokus der Ereignisse um die Cambridge Data.

Zu viele Firmen scheinen in das Geflecht der Datenkrake verwickelt zu sein.
Frühzeitig warnten Wissenschaftler aus aller Welt über die reinen Fakten der Manipulation der Kampagnen auf der Socialmedia Schiene.

Die Gretchen- Frage ist, aus welchen Geldern hat Farage oder für ihn die UKIP gegebenenfalls die Analytics bezahlt. Stammte das Geld aus der Pleite des ehemaligen Arbeitgebers von Farage, Refco, bei dem Milliarden verbrannt wurden.

Stimmen die Gerüchte, dass Gelder für Zwecke politischer Art aus Agenturen ab Mitte der 1980 er Jahre eingesammelt wurden?

Nigel Farage MEP 1, Strasbourg - Diliff (cropped).jpg
Von GFDL, CC BY-SA 3.0, Link

Angeblich soll Farages UKIP kurz vor dem Bankrott stehen und weitere schmutzige Tricks im Zusammenhang mit der Brexit Kampagne zeitnah enthüllt werden.

Wurden weitere Schritte zur Manipulation des Vote for Brexit Lagers ausgeführt?

Warum richtet die EU keine Untersuchungskommission ein, solange es noch geht?

Warum stellt die britische Regierung die Brexit Entscheidung nicht zurück? Warum kommt es nicht zu einer weiteren Abstimmung?

Wann werden Ermittlungen gegen die Hauptbeteiligten, wie Nigel Farage oder den heutigen Außenminister Boris Johnson, eingeleitet?
Letzterer musste schon sehr unangenehme Fragen vor der Wahlkommission beantworten.

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3 Comments

  1. „Warum stellt die britische Regierung die Brexit Entscheidung nicht zurück? “

    Geht schon mal gar nicht aus formalen Gruenden. Mit dem Triggern der Artikel 50 durch the maybutt startete ein Timer die verbleibende Zeit wie eine Eieruhr – genau 2 Jahre. Danach heisst es: out means out.

    Wollte die britische Regierung jetzt ihre Entscheidung aufschieben, aufheben, was auch immer …. wuerde den Statuten der EU gemaess die einstimmige Zustimmung der verbliebenen EU27 Staaten erforderlich machen.

    Angesichts des Porzellans, das the maybutt, dopey dave (davis), BoJo the buffoon und weitere Mitglieder* der mötley crüe, die dieses cabinet of shambles bevoelkert, in Bezug auf die EU zerdeppert haben, sehe ich nicht, dass diese EU27 einer Verlaengerung ueber die 21 Monate Transitionperiod hinaus zustimmen wuerden (und auch diese ist noch nicht in trockenen Tuechern, solange die irische Grenzfrage und einige andere offene Posten nicht geklaert sind. Nothing is agreed until everything is agreed.)

    Jede Unsicherheit ist Gift fuer die Oekonomie, daher: nope zu einer Verlaengerung fuer die Entscheidung. Ausserdem wuerde eine Wiederaufnahme in den bloc garantiert mit Absicherungsforderungen von Seiten der EU kommen, damit die Briten nicht gleich wieder nach 3 Jahren mit einem solchen ‚Gschiss‘ ankommen, sowie die Streichung der britischen ‚Rebates‘, ein zwingendes Eintreten in den Schengenraum und in den Euro. Nach dem Motto: wenn zurueck, dann aber auch gleich richtig, nicht wieder halbherzig.

    Des weiteren wuerden garantiert einmal entzogene Privilegien wie das ‚Euroclearing‘ / ‚Passporting‘ fuer britische Finanzdienstleister und Banken nicht mehr an die Briten / TheCity retourniert, die bereits beschlossenen Auslagerungen von gemeinsamen Institutionen wie der Medical Agency (hab den Terminus technicus grad nicht parat) etc. wuerden dito mit Sicherheit nicht mehr re-lokiert.

    *IDS (Ian Dunccan Smith), JRM (Jacob Rees-Moog, ge-nickt Jacoc Rhesus-Monkey), Lord Lawson (ehemaliger Maggie-Veteran), Liam Fox, Priti ‚vacant‘ Patel, und sogar Hammond. Farage ist bloss noch eine voellig irrelevante Randfigur, dessen ansichten eigentlich kein Schwein mehr interessieren. Schaden anrichten kann er in seiner Poebelei angesichts seiner Bedeutungslosgkeit ohnehin nicht mehr.

    • Die Redaktion

      Danke für den Kommentar, in der Tat.

      • sorry hab grad ein paar typos gefunden. du kannst sie gerne korrigieren. proofreading ist nicht meine koenigsdispiplin. LOL.

        falls du die sache weiterverfolgst: im juni ird es wieder spannend. die EU hat the maybutt bis mitte juni – also bis kurz vor dem naechsten vierteljaehrlichen mitgliedermeeting – zeit gegeben, mit einer sinnvollen loesung fuer die irishe grenzfrage beizukommen. sonst geht man davon aus, dass betreffend RoI / NI der sog. ‚backstop‘ (wie im letzten positionspapier von Barnier im Maerz dargelegt) bis auf weiteres in kraft tritt: naemlich dass NI als einziger teil der ausgetretenen UK in der CU (customs union = zollunion) verbleiben wird, bis eine wundersame loesungt gefunden wird.

        die sache hat nur einige ziemlich grosse haken:
        1. die DUPers, die nordirische extremistenpartei, von deren zustimmung nach der vergeigten letztjaehrigen snap GE the ,maybutt mit ihrer de facto minderheitenregierung bei kabinettsbeschluessen in jedem einzelnen fall abhaengt, hat eine sonderbehandlung von NI ausgeschlossen.

        heisst:
        akzeptiert maybutt diesen backstop, treten ihr die DUPers in den hintern und verweigern ihr bei kabinettsbeschluessen die 10 stimmen. macht the maybutt dann per definitionem zu einer noch lahmeren ente als sie ohnehin schon ist.

        akzeptiert maybutt diesen backstop nicht ….. wird die EU zwar die transition formal weiter anbieten, auch ueber einen kuenftigen trade deal verhandeln ….. aber keinen von beiden faktisch implementieren.

        haken nummer 2:
        die altright backbenchers (namen sie oben) in ihrer eigenen partei akzeptieren den backtop gleichfalls nicht und haben (JRM) schon angekuendigt, maybutt ggf mithilfe eines misstrauensvotums hoechstselbst abzusaegen, wenn sie auf die forderung der EU27 eingeht.

        konsequenz daraus: siehe oben.

        haken 3:
        wenn es aber danach aussieht, als kaeme wegen dieser RoI/NI border angelegenheit kein trade deal zustande, hiesse dies ab jahresmitte, dass die industrie in groesserem ausmass einen brexodus auf den kontinent durchzieht, da die wirtschaft bekanntlich etwas laengerfristig planen muss. mit einem cliffedge brexit / no deal brexit auf WTO tarifen basierend waeren katastrophale wirtschaftliche verluste unabwendbar.

        Und da steht dann auch noch trump’s angriff auf die WTO im raum …. weil: auf welcher basis wuerde man handeln, wenn die USA versuchen, die WTO zu zerschiessen? der orange POS (Pile of Sh*t) ist bekanntlich unberechenbar.

        fragen ueber fragen.

        *popcorn & ein bier* oder ‚chardonnay & grissini*, alles eimer- und literweise :-).

        RoI = Republic of Ireland
        NI = Northern Ireland

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