Wer eine Reise mit der Bahn macht….

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Bahnhof Frankfurt am Main kasaan media, 2017
Bahnhof Frankfurt am Main kasaan media, 2017
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Die Bahn stöhnt nach dem Sturm, was aber ist mit den Kunden der Deutschen Bahn?
Viele fühlen sich unfreundlich herumkommandiert- es ist schon zeitweise beleidigend, was in den Zügen geschieht. Man fährt besser im Auto.

Schwache Leistung

Bremen-Berlin, sicherlich keine Strecke, schon in den 1930-er Jahren eine reguläre Route des Reisens innerhalb des Schienennetzes. Verspätungen waren in der Zeit der Dampflokomotiven seltener als heute. Seit dem Jahr 1926 war es möglich aus dem fahrenden Zug zu Telefonate zu führen. Leider haben die Reisenden in vielen ICE s keinen Empfang. Vom Internet will niemand sprechen.

Seit dem Sommer 1931 gelang es auf der Strecke Hamburg- Bergedorf – Berlin, damals Lehrter Bahnhof, die Reisezeit mit damaliger Technik, auf 98 Minuten zu verkürzen. Im Herbst 2011 benötigte man mehr als das Doppelte, um ans Ziel zu gelangen, im Dezember 2017 ist es nicht viel besser.


Was man aber mit dem selbstgerechten Konzern Deutsche Bahn AG, die einfache Fahrt, für knapp 100 Euro so alles erleben kann, gleicht einem schier unfassbarem Holodeck-Erlebnis aus den kommenden Zeiten des Jean Luc Picard. Leider suchten die Reisenden vergeblich nach der Ausgangstür ins normale Leben, statt dem soziologischen Experiment eines Datas oder eines panzerschädeligen Klingonen.

Metronom, im Spätherbst 2011
Der Mikrokosmos

Der Metronom von Bremen Hauptbahnhof aus, war überfüllt, Gäste einer Veranstaltung, überall leere Flaschen mit alkoholischen Getränken, kurzweilige Gespräche, plärrende, nervtötende Volksmusik in der 2. Klasse. Schreiende Kinder, drängende Enge. Der Geruch von Schweiß, alten Gerichten und abgestandenem Wein verschlugen dem Fahrgast fast die Möglichkeit zu atmen. In vielen Fahrgästen trieb es die Übelkeit hoch.

Die Toiletten in Hamburgs Hauptbahnhof, der in dichtem Gedränge des Einkaufsvergnügens stand, waren symbolisch für die unfassbare Profitgier einiger Zeitgenossen, die jegliche Situation schamlos auszunützen wissen, um an mehr Geld zu kommen. Aggressive Bettler versammelten sich mittlerweile in jedem Bahnhof, positionierten sich neben den Fahrkartenautomaten, wahlweise Getränkeautomaten, fragten wie trainiert in dem Moment, als das Wechselgeld fiel, geschickt nach 20 Cent, meinten aber zwei Euro. Die Toilette kostet einen Euro. Die Treppe führte an einem Automaten mit Sperre in eine dunkle, dreckige Katakombe.

Alte ratternde Züge, zum Teil superfreches Personal, dass den Bahnreisenden die unmittelbare Schuld an Anschlägen auf die Bahnlinien gab. Schließlich, irgendjemand, der nicht greifbar war, konnte ja nur schlecht die aufgestaute Wut der gestressten Bediensteten des ehemaligen Staatsbetriebes auffangen. Zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Berlin waren wieder unbekannte Täter unterwegs, die die Gleisanlagen so manipulierten, dass es erneut zu hinterlistigen Anschlägen kam.


In diesem Zusammenhang wollte man nicht unbedingt von Chaoten sprechen, sondern von Grüppchen, die sich aus unerfindlichen Gründen zusammenrotteten und definitiv durch ihre Eingriffe in den Schienenverkehr, die allgemeine Betriebssicherheit und die Sicherheit der Passagiere gefährdeten. Wenn man nun aber einen Termin in Berlin hatte, konnte man das dann getrost vergessen.

Bahnbedienstete stöhnten darüber, dass ihr Langmut nun endlich überschritten war, statt mit 235 km/h, rollte der Zug mit 5 km pro Stunde, bewegte sich dann überhaupt nicht mehr, Blaulichter zucken entlang der Bahndämme. Es war keinerlei Restaurant, eine Bordküche oder eine Servicewagen vorhanden. Technische Probleme wie immer oder öfter.

Viele Fahrgäste machten sich Gedanken darüber, ob es zu einem Unfall kommen konnte, fragten sich, ob die Sicherheit überhaupt gewährleistet werden konnte.

Während der Rückfahrt sprachen wir über die modernen Nihilisten, über die Situation der verhaltensauffälligen Kinder der Revolution,Gewalt, die sich gegen die Infrastruktur, gegen die Passagiere der Züge richtete. Wie Kinder, die sich ritzten, Kinder, die unter ihrem sozialen Umfeld leiden. Es ging um das magische Wort Inklusion, früher wurden regelrechte soziale Selektionen errichtet, die die Kinder aus ihrem sozialen Umfeld in die Wege der vertretbaren Auffälligkeit manövrierten. Auf Förderschulen, man fragte nicht, warum die Kinder auffällig waren, sondern beschritt eingetretene Wege mit diesen.Wie auch bei den modernen Nihilisten, wurden von der Politik die wirklichen Probleme übersehen, die Menschen dazu bringen, das Leben Hunderter Unschuldiger zu gefährden.

Ein Bekennerschreiben reicht für die Begründung des politischen Unmutes nicht mehr aus, sondern zeigt nur das ohnmächtige Reagieren auf eine zerfallende Demokratie und die schlussendliche Verachtung jeglicher Gesetzmäigkeiten innerhalb des Landes.

Kinder der Revolution, diese Kinder, so intelligent diese auch seien mögen, werden wegen ihrer subjektiven Auffälligkeiten in eine operative Förderschiene abgeschoben, ohne eigentliche Probleme zu erkennen, oder zu substanziieren, bomben und brandschatzen sie an den Schienen mit selbst gewählter Energie. Polarisieren, weil die Probleme von Vater Staat, wie in einer großen Familie auf sie projiziert wurden. Die nächste Generation.

Rechte Mörder aus dem Untergrund, wirre Bomber aus der Dunkelheit neben dem Gleiskörper. Verschwundenes TNT in rechte Kanälen des NS- behafteten Untergrunds, der wie ein brauner, zäher Brei undurchdringlich ein ungezügeltes Angstpotenzial innerhalb der Bevölkerung erzeugt. In Zeiten, wo die, die von Polarisation leben, Konjunktur für ihre Systematik der politischen Dummheit wittern.

Was aber soll aus einer solchen Bomben-Generation nicht erkannter Probleme im sozialen Umfeld der Menschen werden? Über Kälte der Menschen untereinander, heute und zukünftig, muss man nicht mehr wundern.

Ablenken

Protzige, hell scheinende Christbäume ersetzten, wie im Berliner-Hauptbahnhof, die unmögliche Handhabung der Automaten des Bahnnetzes, immer der teurere Zug, immer nicht die Verbindung, die der Fahrgast zu einem angemessenen Preis für sich erwartete.

Die dralle Blondine, die auf dem ICE aus Berlin -Ostbahnhof über ihre Erfahrungen des Tages vorher sprach, war von Wut über die verfahrene Situation gepackt. War am Tag zuvor mit Kaffee ; durch Abteile gegangen. Eine halbe Stunde Verspätung bis Frankfurt am Main. Aber das Risiko eines Unfalls sah auch sie. Ratlos, zwischen Müll und haufenweise alten Tüten, zeigte sich die Vernunft der Unvernunft. Die Allianz der Aggression untereinander.

Der Kaffee kostete 2,80 Euro, schmeckte bitter, abgestanden und leicht nach schmelzendem Plastik, lieblos auf den Tisch geknallt, war dieser lauwarm aus dem antiquarischen Kabinett der Angebote der Bahn, gummiartige Salzbrezel dazu, für 1,30 Euro, oder ein Sandwich, Ei und Remoulade in der praktischen Plastikverpackung. Von wann auch immer geschmiert oder Vollkornschnitten, deren Käse verblasst war. Das Thema ist der gescheiterte Euro, der Verlust des Vertrauens in die Politik als solche.

Wieder hatte der Zug Verspätung, bewegte sich träge, obwohl, laut der Anzeigetafel die Geschwindigkeit bei 158 km/h liegen sollte. Er stand. Hielt, bewegte sich wie ein tumber Regenwurm.

Beim Umsteigen auf dem zugigen Bahnsteig aß eine Frau einen mitgebrachten Joghurt, beobachtete, wie ein Bahnmitarbeiter den wieselflinken Flaschensammler zurechtwies, sehr zum Vergnügen einiger Männer, die sich sehr stark vorkamen, wenn sie über die vermeintlichen unteren sozialen Schichten pöbeln konnten. Alkoholgeruch lag in der Luft, der Bahnmitarbeiter griff den Flaschensammler unversehens an, es kam zu einem unschönen Handgemenge. Er vertrieb ihn routiniert. Brot und Spiele auf dem Bahnsteig .Impressionen an einem Tag im Spätherbst 2011. Diese Jahreszeit hat Einzug in das Land gehalten, nicht nur in die Finanzpolitik, die Herzen der Menschen, sondern auch in das Zusammenleben der Bevölkerung. Vorbei, aus, scheint der Traum der vergangenen Jahrzehnte.


Deutsche Bahn- immer ein Abenteuer wert

Ekelessen

Man will es nicht glauben, aber so geschieht es fast einen jeden Tag in einem der Waggons der Deutschen Bahn. Nach einigen Minuten wird ein Essen kredenzt, das dem normalen Betrachter die Übelkeit im aufsteigen lässt- die Würstchen sind fertig mehrfach gegart und warm gehalten über Stunden, der Kartoffelsalat schmeckt wenig, schmeckt nach tagelangen abgestandenen Gewürzen- das einzig frische sind die Miniaturtomaten, die als Garnierung beigelegt sind.

Die Portion ist für einen Erwachsenen nicht ausreichend, der Senf ist billig, und schmeckt irgendwie chemisch. Das Essen in der Bahn ist mehr als änderungsbedürftig und es sicherlich nicht jedermanns Sache. Der Preis ist jenseits von gut und böse für die gebotene Leistung. Das Essen kann durchaus mit der Note mangelhaft bezeichnet werden.

Ekelerregender Kaffee in der Bahn kasaan media, 2017
Ekelerregender Kaffee in der Bahn
kasaan media, 2017

Einiges sind Passagiere der Deutschen Bahn gewöhnt.

Koblenz, der Automat funktioniert nicht.

Dummerhaft und selbstgefällig zieht sich der Mitarbeiter der Bahn aus der Affäre, ohne zu helfen. Ihm ist es einerlei, ob die Geräte funktionieren, er verschwindet in seinem Glaskastenbüro gegenüber den vollkommen überlaufenen Schaltern, grinst blöd und freut sich seines Bürojobs.

Die Reservierung hat natürlich nicht geklappt, wieso auch, die Kunden zahlen und die Bahn kassiert.

Natürlich hat die Platzreservierung nur für den Teppich neben der Toilette im Gang gereicht, alles andere wäre vermessen gewesen.

Schamhaare an Hirschmenu mit Sellerietalern

Der Kellner in diesem Intercity Express hat sich den Ton der Bahn verinnerlicht.
Er ist frech, fast beleidigt, als er die Bestellung aufnehmen muss. Es ist offensichtlich, dass der Kellner nicht arbeiten will, sondern lieber ein Schwätzchen halten möchte.
Eine üble fleisch-faserige Pampe, mit nach nichts schmeckenden Möhren in einer nicht definierbaren Soße, von Pfifferlingen keine Spur. Nicht ein Pilz in einem Menu, in dem Pilze angeboten wurden. Die Taler schmecken wie sie aussehen, gruselig in der Konsistenz.
Dafür aber Schamhaare zu Hauf, die wohl den Geschmack bringen sollen. Der Kellner reagiert frech, herrisch, wie er es gewohnt ist. Der Gast soll dann eben nichts essen, Hauptsache, er gibt ein Trinkgeld.

Hirsch Haar Fraß kasaan media, 2017
Hirsch Haar Fraß
kasaan media, 2017
Low Carb(Long Hair) Hirschmenu der Bahn kasaan media, 2017
Low Carb(Long Hair) Hirschmenu der Bahn
kasaan media, 2017

Der Kaffee, der immer wieder von einem rumänischen Servicemitarbeiter herumgereicht wird, sicherlich das x-te Mal aufgewärmt wurde, schmeckt Ekel erregend und schlägt für den halben Becher voll mit drei Euro zu Buche, wobei der 4 Euro obligatorisch dazugehört, als Trinkgeld für den Tablett schwingenden Mitarbeiter.
Der Zug rollt weiter. In Jahren hat sich nichts geändert.

 

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