Reichsbürger- loser Verbund der staatsgefährdenden Republikleugner (1)

Reichsbürger- loser Verbund der staatsgefährdenden Republikleugner (1)Reichsbürger

Im Oktober 2016 erschoss der selbsternannte Reichsbürger Wolfgang P. im fränkischen Georgensgmünd einen Polizeibeamten und brachte plötzlich die Reichsbürgerszene in aller Munde.

Reichsbürger und deren Aktionen gibt es schon seit vielen Jahren. Es ist nicht erst seit Georgensgmünd.

Schon vorher wurden Mitarbeiter von Behörden mit dem Tod bedroht, weil sie GEZ Gebühren oder ähnliches eintreiben wollten. Ein Teil betrachtet sich als Selbstverwalter und erklärt den Boden unter Privateigentum zum exterritorialen Gelände. Weit entfernt von Deutschland und den Gesetzen.

Seltsame Urkunden, deren geschwollenes Deutsch eher irritierend ist, deren Urkunden auch nichts mit der Bismarkschen Urkundenausgabe zu tun haben, werden natürlich in Euro abgerechnet, durch die Reichsdruckerei. Vom Post und Fernmeldewesen der Bundesrepublik hat sich das „Neue Deutsche Reich“ schon lange verabschiedet, obwohl es die Leitungen nutzt. Der alte Bismark muss für alles herhalten, was hemmungslose Geschäftemacher alles verkaufen. Da wäre das BRD Ade Paket für den zukünftigen Stammtischbruder zu erhalten. Ein wenig nationale Esoterik hilft auch im Alltag weiter.

Wer glaubt, dass diese zuerst wirren Ideen bedauerliche, vielleicht behandlungsbedürftige Einzelfälle sind, täuscht sich. Es gibt eine ganze Zahl Reichsbürgergruppen, die gegeneinander konkurrieren. Noch, unter der Schirmherrschaft von Nazis und rechtem Gesindel soll jetzt eine homogene
„Selbstverwalter-Truppe“ geschaffen werden. Die meistens Reichsbürger vertrauen auf Verschwörungstheorien und pflegen diese auch in sehr drastischer Form.
Reichsbürger sind brutal und gewalttätig.

Wer sich knapp 70 Jahre nach der Staatsgründung der Bundesrepublik aufgrund der Trümmer, die der Nationalsozialismus hinterließ, immer noch auf die Reichsgrenzen von 1937 herausredet, scheint buchstäblich im „Volkssturm“ angekommen zu sein: Ein letztes doch gefährliches Aufgebot der Nazis.

Der Clip zeigt, wie wirr und unbelehrbar die Reichsbürger ihr Dasein führen. Manche Leser könnten jetzt von einer albernen Sekte ausgehen, die die Reichsbürger nicht sind. Sie sind brandgefährlich und potentiell staatsgefährdend.

Es gibt keine Schnittpunkte mehr zwischen ihrer indoktrinierten Welt, die sich in germanischen Verschwörungstheorien ergießt, und dem realen Geschehen der Geschichte seit der Kapitulation 1945. Wenn man den Handlungsleitfaden der Reichsbürgerszene liest, denkt man zuerst, man ist in einer Satiresendung angekommen. Mitnichten. Unter dem Kaiserwappen spielt sich ein menschliches Drama ab. Zudem ein Drama in der Republik.
Man darf davon ausgehen, dass die Reichsbürger eine Terroristische Gruppierung sind, deren Ausmaß die Bundesrepublik über Jahre völlig unterschätzt hat.

Sicher keine Spinner, sondern brandgefährliche Agitatoren gegen die Demokratie

Die Historie der Reichsbürger offenbart, dass der Staat Bundesrepublik Deutschland dem Nationalsozialismus Herr wird.

Die Reichsbürger-Szene ist nicht homogen, und sicherlich sind es keine Spinner oder Pöbler mehr, sondern innere Feinde, die es zu bekämpfen gilt. Zumal die Reichsbürger sich mit rechtsradikalen Militanten mehr und mehr zu verbünden scheinen.

Das ist die herausposaunte Botschaft auch schon vor drei Jahren gewesen, garniert mit der Angst „umgevolkt“ zu werden. Träume von rechtsradikalen Republikverweigerern.
„Umgevolkt“ sollte zum Unwort erklärt werden.

Reichsbürger sehen die Bundesrepublik als Feind. Sie verachten die Demokratie und legen wahlweise die Verfassung des Kaiserreiches oder die Grenzen von 1937 zugrunde.

Es ist glaubhaft, dass die Reichsbürger in Form einer paramilitärischen Gruppe eine Armee aufbauen wollen.

Da fragt sich jeder, wenn jemand eine Armee aufbaut, muss er Geld haben, um diese auszurüsten.

Woher kommt das Geld?

Die Gründung einer Armee wäre die nächste Eskalationsstufe im Klima der Angst.

Aber die Reichsbürger-Spur führt zurück an den Anfang der 1980er Jahre, als sich Wehrsportgruppen frei im Kübel durch deutsche Wälder und auf Wiesen bewegen konnten, im Tarnanzug ihre seltsamen Kriegsspiele neben Fliegenpilzen im Wald veranstalteten. Damals schreckten sie allenfalls das einheimische Wild. Das änderte sich nach dem Oktoberfestanschlag 1980 und dem feigen Mord an dem Verleger Shlomo Lewin in Erlangen, 1980.

Forstmeister Lembke zeigte der ganzen Republik, zu was Nazis in der Lage sind, wenn sie dann wollen. Ganze Waffenarsenale wurden gefunden. Lembke, der sich später in U-Haft das Leben unter mysteriösen Umständen nahm, war in direkter Verbindung zu Gladio.

Noch heute ist der Förster Lembke der große Held der rechten Szene. Vor ihm läuft ein Schatten, der von Gladio.
Lembke pflegte mit der NÜB gleiches Gedankengut.

Wurde Gladio jemals aufgelöst?

Bedenklich ist es, dass Rechtsaußen Björn Höcke im gleichen Hotel Krauthof in Ludwigsburg-Hoheneck seine Rede hielt wie die Reichsbürger, die ihm in Militanz und Menschenverachtung mitnichten nachstehen.
Steht etwa die Schaffung einer neuen Art Paramilitärs, wie SA oder gar SS, im Auge der Verantwortlichen?
Schriften wie das letzte Aufgebot von Goebbels, die „Werwölfe“ kursieren schon in der Szene.

Die Schnittmenge zwischen AfD und Reichsbürgern ist extrem hoch.

Es sind nicht mehr nur Stammtische, die an die Ideologie glauben, es sind auch gewöhnliche Bürger und erbärmliche Geschäftemacher, die sich dieser Klientel verschrieben haben.
Der Staat, die Bundesrepublik, hat viel zu spät die Feinde im eigenen Land erkannt.
Die AfD setzt auf die Reichsbürger, weil sie den Staat mürbemachen.

Letztendlich wiederholt sich die Weimarer Republik. Genau darauf setzt die äußerste Rechte.
Reichsbürger sollten wie Terroristen behandelt werden, ihr Handeln ist kein anderes.

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