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Menschenhandel mit gefälschten Visa Senegal Connection

Neue Märchen aus dem Senegal – Schleuser, die 1.

Neue Märchen aus dem Senegal, kmp,2017
Neue Märchen aus dem Senegal, kmp,2017

Der Erfindungsreichtum der emsigen Schreiber >Schlepper, Schleuser, Bauernfänger, scheint keine Grenzen zu kennen.

Und plötzlich war ein weiterer Despot aus Afrika zum Leben erwacht. Bei soviel Geld kann man auch mal von den Toten wiederauferstehen. Egal wann.

Ein Anwalt namens Idi Amin Dada schrieb neulich über einen unglaublichen Betrag Geld, Diamanten und Liegenschaften in einem Tresor in Zürich, den er dringend noch leeren musste, bevor ein neues Gesetz in der Schweiz in Kraft trat. Früher, so gab er ganz freimütig zu, wäre er Preisboxer gewesen und danach ein paar Jahre in die Politik gegangen. Durch das Militär hätte er eine gute Ausbildung genossen, welche blieb im Dunklen. Wahrscheinlich Folterknecht und Diktator.

Ein paar Tage später schrieb ein angeblicher Beamter von Interpol in Bern, der zufällig gerade den „bösen Idi Amin Dada“ verhaftet hatte, einen Koffer voller Geld und anderen Effekten sichergestellt hatte, den er jetzt geschwisterlich mit uns teilen wollte. Der Koffer muss sehr schwer gewesen sein, da er von uns verlangte, sich an den Kosten des allfälligen Transportes zu beteiligen. Er stöhnte in zahlreichen E-Mail über sein mieses Gehalt, und gab den Hinweis doch die nächste Western Union Niederlassung aufzusuchen, um von dort aus 1.500 US$ an ihn zu überweisen. Später halbierte sich die Summe, als wir nach Tagen nicht reagierten. Dann drohte er mit einem Verfahren, das er gegen uns einleiten wollte.

Er merkte an, dass er auch seine Kollegen in Deutschland informieren konnte, schließlich wären wir mit dem Geschäft einverstanden gewesen. Kein Mensch hatte so etwas geschrieben.
Nach zwei Monaten gab er völlig entnervt auf.

Bei aller Komik in den Geschichten dieser Leute, man vergisst schnell: Diese Betrüger stellen eine Gefahr des finanziellen Verlustes und sogar physischer Schäden dar. In der Regel beginnt der rege Austausch mit einer unaufgeforderten Kommunikation per E-Mail von einem Unbekannten, der sich dann als sonst jemand ausgibt oder vorgibt, ein Minister eines Landes zu sein, das es überhaupt nicht gibt. Dort soll man für den Befreiungskampf spenden. Dafür bekommt man wertlose Aktien einer sagenhaften Goldmine z. B. von Indiana Jones oder seiner Witwe nach dem Sieg über den schrecklichen Despoten. So mancher mag sich bei der versammelten Prominenz Bauch gepinselt fühlen. Uns amüsierten die zum Teil sehr witzigen Geschichten doch sehr. Speziell wieder in der Weihnachtszeit kriechen die Freunde aus Ihren Löchern und spielen mit der Einsamkeit vieler Menschen in unserer Zeit. Abgesehen haben diese Zeitgenossen es allerdings auf das Geld aus den reichen Industrienationen und auf nichts Anderes, doch schon auf Visa in den Schengen Raum.

Hier zum Einstimmen die Mail eines besonders langlebigen Exemplars, das seit Jahren unter verschiedenen Namen Hunderttausende von Mails losgesandt hat. Die Struktur der Geschichte ist immer wieder die gleiche Machart: Armes Mädchen von bösen Rebellen während des Krieges gefangen, in vielen verschiedenen Ländern suchte sie nach ihrem Märchenprinzen. Wahrscheinlich wird sie eines Tages von der senegalesischen Polizei wachgeküsst…

Viele Europäer, Amerikaner und Asiaten sind darauf hereingefallen.

Genannt Flucht& Visa / Scam

Von: Miss Sabina Joneh (alias Sary etc.)
An: undisclosed Empfänger
Gesendet am: Dienstag, 26. März 2013 um 08:45 Uhr
Betreff: Hi

Liebster,

ich hoffe, alles ist gut dort drüben in Ihrem Land. Wenn dem so ist, dann ist Gott allmächtig. Mein Name ist Fräulein Sabinah Jonah, von Mende Stamm in BUAKE, Cote d’Ivoire. Ich bin 22 Jahre alt. Mein Vater war bis zu seinem Tod der König unseres Stammes, und auch einer der reichsten, sehr renommierten, Geschäftsmänner (ein Kakao-Händler und Lieferant von Landwirtschaftsmaterial), der in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, seine Geschäfte betrieb. Es ist traurig zu sagen, dass mein Vater von seinen Geschäftspartnern vergiftet wurde, der Mörder war der jüngere Bruder meines Onkels.

Die Familie plottete und vergiftete ihn mit dem Vorwurf, er sei ein großer Sponsor und unterstützte die Wiederherstellung des demokratisch gewählten Präsidenten LAURENT GBAGBO, dem ehemaligen Präsidenten der Côte d’Ivoire. Vor dem Tod meines Vaters, im Februar 2007 in einem privaten Krankenhaus, in Abidjan, rief er mich heimlich zu seinem Bett und sagte mir, dass er die Summe von fünf Millionen, fünfhunderttausend US-Dollar (USD $ 5.500.000) in einer Bank in Abidjan hinterlegt hatte. Er verwendete meinen Namen, da ich das einzige Kind, als folgender Begünstigter, des Fonds war.

Jetzt habe ich die Depotbestätigung und alle wichtigen Dokumente, die die Bank von meinem verstorbenen Vater erhielt, als er das Geld hinterlegte. Ich glaube, dass die Leute, die meinen Vater ermordeten, ernsthaft hinter mir her sind. Dem jüngeren Bruder meines Vaters gelang es, die Landeigentümer meines verstorbenen Vaters zu beanspruchen. Ich habe das alles schon verheimlicht, weil er mich immer noch ernsthaft sucht. Er glaubte nach unserer Kultur, weil ich eine Frau bin, dass ich genau über die Eigentümer meines Vaters Bescheid weiß, weil ich von der Familie mit einem anderen Mann verheiratet werde. Ich weiß wirklich nicht, was zu tun ist. Dies ist, weil ich eine Menge von Rückschläge erlitten habe. Ich fliehe von einem Ort zum anderen. Jetzt lebe ich in einem abgelegenen Dorf mit einem Pfarrer der Apostolischen Kirche und seiner Familie. Der Tod meines Vaters brachte tatsächlich Sorge in mein Leben.

Ich bin interessiert an Ihrer Unterstützung. Ich flehe Sie an, mir zu helfen, dieses Geld in Ihr Land, so bald wie möglich, zu übertragen, damit ich in Ihr Land kommen kann und meine Ausbildung dort fortsetzen kann, während Sie nach einem sehr guten Geschäft für uns beide suchen, damit das das Geld genügend Gewinn abwirft.

Jetzt erlauben Sie mir, diese paar Fragen zu stellen:
1. Können Sie mich ehrlich und gern als Ihre Schwester / Tochter unterstützen?
2. Kann ich Ihnen völlig vertrauen?
3. Welcher Prozentsatz des Gesamtbetrags wird für Sie gerecht sein, nachdem das Geld in Ihrem Land ist?
4. Können Sie für mich arrangieren, in Ihr Land zu kommen, um meine Ausbildung weiter zu fördern, und eine Aufenthaltsgenehmigung in Ihrem Land für mich zu sichern?

Bitte, betrachten Sie dies und melden Sie sich so schnell wie möglich bei mir.

Fräulein Sabina Joneh

Abgesehen davon, dass es weder den Geistlichen gibt, er ist ein Kontaktmann in London, der nur darauf achtet, dass das Geld per WU hereinkommt, gibt es natürlich auch kein Depot, nur die Absicht, Geld und Visa zu erhalten. Man könnte fast vermuten, dass sich Schleuser und Scammer zusammentaten, um dann an den Visa zu verdienen.

Die Depotpapiere sind gefälscht. Die Pässe der Mädchen allerdings nicht, die dort anstehen, um nach Europa zu kommen.

Anmerkung: Die Presseabteilung der Botschaft des Senegals in Bundesrepublik Deutschland wollte sich nicht äußern, wie auch die Regierung des Senegals keinerlei E-mail beantwortete. Die angeführte Telefongesellschaft auch nicht.

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