Flugs die Flucht ergriffen -„Ich bin von der Hamburger Energieberatung“

Zahllose Leser schrieben uns an. Wie Heuschrecken fallen die unseriösen Energieberater- angeblich von Hamburger Strom AG- von eigenen Gnaden über die Hansestadt derzeit her. Es sind zweifelhafte Gestalten mit einem noch dubioseren Anliegen. Wenn man in diesem Zusammenhang darüber überhaupt reden mag.

Der Wahnsinn kennt keine Grenzen, plötzlich stehen die jungen Männer vor der Tür und die nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn man nicht schön unterschreibt. Meistens geben sie zunächst vor, im Auftrag der Hausverwaltung zu kommen. “ Wir wollen ein Unglück bei Ihnen verhindern!“ Sie stehen unter Druck, werden sie doch nur nach abgeschlossenen Verträgen bezahlt. Da wird schon mal erklärt, dass der Stromversorger pleite ist oder man würde in Zukunft, wenn man nicht unterschreiben würde, „wieder bei Kerzenlicht den Tag ausklingen lassen.“

Vornehmlich treiben sich diese Gestalten in Hochhäusern herum oder in Mehrfamilienhäusern. Da wird kräftig gedroht und der Ton böse, wenn dem Wunsch der Drücker nicht entsprochen wird.
In St. Pauli wurde einer Frau angedroht, dass „sie aus dem 5. Stock übers Geländer fallen könnte, wenn sie nicht unterschreiben wollte.“ Das war noch freundlich, meinte der nette Energieberater beiläufig.

Wenn nicht unterschrieben wird, kann es auch mal zum Schubsen oder Treten kommen, bis die Unterschrift unter dem Vertrag ist. Durchschrift gibt es erst nach 14 Tagen.
Mit phantasievollen Ausweisen ausgestattet, treten die Energieberater immer zu Dritt auf. Einer steht Schmiere.
Bei den so genannten Haustürgeschäften gibt es immer die Möglichkeit, den Vertrag auch nachträglich zu widerrufen. Man muss sich dabei aber an die vorgegebenen Fristen halten, meistens sind es 14 Tage. Falls die Frist zum Widerruf bereits verstrichen sein sollte, kann man gegebenenfalls den Vertragsschluss wegen arglistiger Täuschung anfechten. Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Lassen sich die Energieberater nicht abweisen, sollte man sich nicht scheuen, die Polizei zu rufen, das gilt auch, wenn die Energieberater vorgeben, vom eigenen Stromversorger zu kommen, der Wohnungsbaugesellschaft oder gar vorgeben, der Vertreter des Hausmeisters zu sein.
Da hilft dann nur noch 110.
Dann treten die Energieberater meistens flugs den Rückzug an.

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