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Todesstrafe

Die Hinrichtung des Ronald Smith jr.

Ronald B. Smith Copyright: Alabama Department of Corrections

Wieder ist eine Hinrichtung-diesmal in Alabama- aus dem Ruder gelaufen. In der Holman Correctional Facility wurde der verurteilte Mörder Ronald Smith jr. mit der Giftspritze hingerichtet, wie zahlreiche lokale Medien berichten. Seine letzen Worte waren: „Keine Ma’am“, als er nach diesen gefragte wurde.

Grausame Exekutionsshow

Das eigentliche Hinrichten von Smith dauerte mehr als 30 Minuten, bis der Tod festgestellt werden konnte. Während der, nach dem Protokoll des Staates Alabama, durchgeführten Hinrichtung war der Delinquent zweifach auf Bewusstlosigkeit getestet worden. Das würde zum Prozedere der Hinrichtung gehören, erklärte der Staat Alabama. Man gibt sich sonst wortkarg.Diese Sicherheitschecks wurden nach den zahlreichen, schief gegangenen Hinrichtungen der letzten Jahre, die man getrost als „zu Tode quälen“ bezeichnen kann, eingeführt. Trotzdem hob sich der Körper des Delinquenten und Smith hustete für 13 der 30 Minuten der Hinrichtung, er ballte die Fäuste und hob den Kopf an, als wollte er sich, nachdem er angeblich bewusstlos war, die muskel-und herzlähmenden Medikamente in seinem Körper wirkten, mitteilen, wie Zeugen der Hinrichtung berichten. Sein linkes Augen schien dabei zeitweise offen. Auch bewegte Smith seinen Arm.
Smith, der im Jahr 1994 einen Verkäufer mit einem Kopfschuss, während eines Raubüberfalls, getötet hatte, war offensichtlich, trotz der Tests bei Bewusstsein. Einer der Hinrichtung beiwohnenden Wärter, führte vor der Verabreichung der tödlichen Drogen zwei „Bewusstseinsschecks“ durch. Das klingt unglaubwürdig, dass diese Teste irgendetwas bewirken hätten bewirken können.
Es passt jedoch in die lange Geschichte der Hinrichtungsshows der USA. Spektakel und möglichst der qualvolle Tod des Delinquenten versprechen doch bei der nächsten Wahl Stimmen im Süden der USA.
Das Büro des Generalstaatsanwaltes von Alabama, Luther Strange, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Tragisch an dem Fall Ronald Smith jr. ist, dass die Jury dem Richter bei der Verurteilung empfohlen hatte, (7-5), eine lebenslange Haftstrafe auszusetzen. Der Richter verhängte die Todesstrafe. Zahlreiche Anträge, die Smith Anwälte auf Aufschub der Exekution stellten, wurden zuletzt vom Obersten Gerichtshof abgewiesen.

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