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Deutsches Journal Teneriffa

„10 Jahre Garantie für Fake Breitling“

Fake Breitling

Bauernfang afrikanischer Rackets auf den Kanaren

Stets illegal zu Diensten

(Santa Cruz) Eben war der Taxifahrer noch kein Chauffeur, sondern lieferte aus seinem Kofferraum an der Costa del Silencio- in einer der Nebenstraßen- die Ware für die zahlreichen „fliegenden Händler“ ab, kassierte das Geld ab. Zahllose unscheinbare Pakete wechselten den Besitzer.

Multitalent Großlieferant für Breitling und Chauffeur,
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In diesen Paketen: Breitling Fakes, Rolex Imitate und andere Plagiate aus Bekleidungsindustrie. Die Ware ist schlampig verarbeitet, den Kisten nach zu urteilen, aus einem Hinterhof in China. Unter den Breitling Uhren befinden sich Metallteile, die einem ahnungslosen Kunden das Handgelenk aufreißen können und schnell tiefe und stark blutende Wunden verursachen können. Die Breitling kostet 149 Euro. Der Verkäufer gibt vor, die Ware von dem Schweizer Uhrenhersteller erhalten zu haben. B Ware oder alte Ware verkaufen, sagt er und zeigt seinen Bauchladen voller Falsifikate vor. Dazu gibt es ein gefälschtes Garantie-Zertifikat von Breitling. Natürlich gestempelt. Zehn Jahre Garantie auf eine mehr als billige Uhr, die man durchaus als Gefahr darstellen kann, versprechen die Verkäufer, die durch einen Aufseher von der anderen Straßenseite aus beobachtet werden. Davon ist natürlich nichts wahr.

Verkäufer von Plagiaten sitzt mit am Tisch
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Über diese Nachrichten werden die Schweizer Uhrenhersteller sicherlich nicht begeistert sein.

Derzeit überschwemmen die fliegenden Händler auf den Kanaren, die Straßen und Strände mit Kisten voller Breitling Fakes.
Touristen seien gewarnt. Nicht nur wegen der erheblichen Verletzungsgefahr, sondern die Behörden blasen gegen die afrikanischen Händler zum Sturm. Die Geschäfte auf den Inseln hatten sich über die beinahe penetrante Art der Verkäufer beschwert. So ging es seit Monaten. Wer mit so einer Uhr „erwischt“ wird, muss sich nicht wundern, wenn er erhebliche Strafen zahlt, die Uhr beschlagnahmt wird. Das gleiche gilt für „Lacoste“ Hemden und Calvin Klein-Taschen und Sonnenbrillen.
Wahrscheinlich, so erzählt ein Insider, werden die Uhren mit kleinen Boote angelandet, Afrika ist nicht weit. Wie auch die Drogen auf die Kanaren kommen, meint er.

Zahlreiche Kontrollen fanden in den letzten Monaten statt, die Flut der Fake Handys und -Uhren will jedoch nicht abreißen, die Polizei zieht immer die Ware ein. Doch die Verkäufer tauchen in Restaurants und Cafés auf.
Ein weiteres Problem, gerade für Touristen, sind die illegalen Taxis, man kann jedem nur abraten, ein solches Gefährt, die zum Teil nicht versichert und zugelassen sind, zu verwenden. Die Fahrer sind penetrant und unverschämt. Bedrohen hier und da schon mal Touristen und zeigen falsche Taxilizenzen vor.

Die Afrikaner sind in strengen Hierarchien eingespannt, zum Teil Flüchtlinge, die mit dem Verkauf von Plagiaten, den Schlepper abbezahlen müssen.

Wer nicht kauft, wird aggressiv gepöbelt oder beschimpft. Die fliegenden Händler stehen unter Druck, das spürt man allen Ortes.
„Dem Problem kann man nur Herr werden, wenn die Behörden auf den Kanaren hart durchgreifen“, meint ein Händler und damit hat er wohl recht.

Nächste Folge: Loveboys und falsche Rolex

Schäbige Handtasche

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