Kim Jong un – Der Mann verbreitet in Asien „Bombenstimmung“

Source: KCTV LIVE《조선중앙텔레비죤》

Augenscheinlich hat der dritte Spross der Kim Diktatoren-Dynastie gut lachen.
Er lacht meistens, wenn er fotografiert wird, dabei gibt es nicht viel zu lachen. Zumindest nicht für ihn. Unlängst empfahl sich das Regime in Pjöngjang wegen, so wörtlich,„systematischen, umfassenden und grausamen Menschenrechtsverletzungen“ für den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Gegen das bitterarme Land laufen, seit den bizarren Raketentests,internationale Sanktionen, die Nordkorea als Einmischung in seine ureigenen Angelegenheiten empfindet. Noch immer trägt das Regime in Nordkorea den damaligen Kriegsgegnern die alleinige Schuld für den allesverheerenden Krieg von 1950-1953 nach, um die Abschottung des Landes und damit auch die Verbrechen des Regimes zu rechtfertigen.

Massenhinrichtungen, die vor Kindern auch öffentlich durchgeführt werden, sind, wie 2013 in Wŏnsan, an der Tagesordnung. Es reicht ein Bild des großen Diktators zu verbrennen oder eine Zeitung, in der er über irrwitzige Sachverhalte doziert. Eigentlich ist Nordkorea eine Sklavengaleere erster Klasse, in der die, die „rudern“ nichts zu lachen haben. Kim tritt die Menschenrechte mit Füssen, seine Diener, die ihm wechselseitig in Uniform oder Maschinisten-Overall ewig folgen, mit geübten Notizen auf Zettelblöcken, wirken wie die Lakaien eines üblen Despoten, wie Jünger einer Sekte, die vor ihm sekündlich dienern müssen. Welch eine Erniedrigung für die zum Teil hageren und ausgezehrten Menschen.
Für den dritten Diktator in Erbfolge scheint der Mensch eine Art Ware, die er misshandeln und ausbeuten darf. Bilder aus dem Land wirken daher unfreiwillig komisch, schon beinahe zynisch.
Allenfalls kuriose Nachrichten kommen noch aus der nordkoreanischen Hauptstadt, letztlich die Geschichte von einem rauchenden Affen im Zoo Pjöngjangs.Oder der Besuch des Despoten im Freizeitpark.

Wenn man Kim Jong un so betrachtet, ist er eine Mischung zwischen Supermann und einer bizarren Comicfigur, die aus einem drittklassigen Bösewicht-Heftchen der 1950-er Jahre entsprungen sein könnte. Kim lebt in einer anderen Sphäre; zweifelsohne, die Tage haben für ihn 72 Stunden, sonst könnte ein Mensch das Pensum gar nicht bewältigen, was er locker und lässig an den Tag legt. Er taucht überall dort auf, wo man ihn nicht vermuten will. Und eigentlich ist der gottähnliche Diktator ein Mann für alle Fälle. Seine ganzen Titel explizit aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Hier nur einige seiner Eignungen: Oberkommandierender der Koreanischen Volksarmee,Vorsitzender der Partei der Arbeit Koreas, sowie seit Dezember 2011, der sogenannte „Oberste Führer“ des Landes. Aberwitziger Personenkult eines geborenen Tausendsassas pur.

Hier beim Raketentest, eine Stunde darauf, unter dem Tarnnetz, dann bei der Eröffnung einer Augenklinik ( als hätte er diese in der Zwischenzeit selbst gebaut) einige Zeit darauf kraxelt der nordkoreanische „Lenker“ in einer Apfelplantage herum. Dann taucht Kim wieder in der menschenleeren U-Bahn auf. Was er später macht, ob er überhaupt Freizeit geniesst, ist nicht klar- Kim veröffentlicht aber Schriften, die unsereins nicht zu deuten wagt. Auch nicht versteht. Das soll nicht heißen, dass Kim Jong un nicht zum Weltkulturerbe beiträgt, jedoch ist die Lehre der Chuch’e aberwitzig und gleicht einem mysteriösen Sektenprogramm. Lehre und bare Realität in Nordkorea stehen im krassen Widerspruch.
Jedoch, selbst die martialisch wirkende Nachrichtensendung kann über die offensichtliche humanitäre Katastrophe in Nordkorea nicht hinwegtäuschen. Jetzt kommt der Winter.

Die Berliner Niederlassung Nordkoreas ist teilweise in ein spartanisches Gästehaus umgewandelt worden, um dem notorisch klammen Staat, ein paar mehr Devisen einzubringen. Viele Jahre wurde Nordkorea verdächtigt, den enormen Cognac-Konsum aus gefälschten US-Dollar Noten zu begleichen. Mehrere Diplomaten führten wohl in ihren Köfferchen falsche Greenbags mit.

Bei allem Humor über den in der Schweiz ausgebildeten Mann, im Hinterhof Nordkoreas brennt es schon lichterloh. Menschenrechte, Bürgerrechte scheinen nur dann zu zählen, wenn hysterische Massen den nächsten toten Diktator verabschieden.
Kollektives Jammern ist dann angesagt, wer nicht weint und trauert, ist ein Verräter an der Sache.
Alles andere ist in diesem sehr verschlossenen Land Asiens reine Glückssache, der Zensor folgt auf Schritt und Tritt. Hotelbauten wie im antiken Ägypten, die dann wie Geistertürme wirken, eine Airline, die eigentlich nur den Namen verdient, weil sie sich tatsächlich mit Flugzeugen beschäftigt.Sie soll die schlechteste Airline der Welt sein, laut skytrax. Hunger, Missernten, Arbeitslager, Hinrichtungen, Säuberungen und immer wieder wilde Drohungen aus der Hauptstadt Pjöngjang, die selbst Insider der nordkoreanischen Politik erschaudern lassen. Es wird mit der völligen Vernichtung der Gegner gedroht und dabei eine Sprache verwandt, die weit weg von der diplomatischen Ebene, ihre Bestätigung sucht.

Nordkorea ist ein Filou unter den Staaten. Kim basteln munter an seinen Raketen, wahrscheinlich macht der Schöngeist, nie Pause. Seit mehr als 60 Jahren, seit dem Waffenstillstand am 21. Juli 1953, in Panmunjeom unterhält die Kim Sippe die Welt mit ihren seltsamen Vorstellungen. Ob er seinen Onkel nun mit einer Kanone hat hinrichten lassen hat oder nicht, Kim unterhält ein krudes Justizsystem, das keinerlei Widerspruch duldet, oder es endet mit der Todesstrafe, drakonischen Haftbedingungen oder Verbannung.Viele Nordkoreaner fliehen über China nach Südkorea.

Nordkorea hält eine Armee von mehreren Millionen Soldaten unter Waffen und versteht sich darauf, Steinzeit-Technik mit allerlei Tricks und Gimmicks international in Szene zu setzen. Martialische Aufmärsche durch die spätstalinistische Innenstadt von Pjöngjang inklusive. Alle Nachbarn Nordkoreas fühlen sich durch die aggressiven Drohgebärden des Regimes in Pjöngjang bedroht. Kim setzt auf Kriegsrhetorik und absurde Außendarstellung, wie auch schon sein Vater und Großvater.

Nordkoreaner sind gastfreundlich, sehr warmherzig, berichten Reisende übereinstimmend. Sie seien gebildet, jedoch regelrecht scheu gegenüber Ausländern, die von ihrem Regime verteufelt werden. Eine Revolte gegen das Regime kann nur aus dem Inneren des Landes erfolgen. Das heisst nicht, Nordkorea zu vergessen, ganz im Gegenteil, jede „Brücke“ in das abgeschiedene Land ist eine Chance, den Kontakt nicht völlig abreißen zu lassen. Auch ist das Land nicht, wie G.W. Bush dereinst sagte, ein Teil der „Achse des Bösen“, das würde den unter Knechtschaft lebenden Bürgern nicht gerecht und würde wieder die einfache Bevölkerung treffen.
Eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht.

(Auch nach mehrmaliger Anfrage an die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, war es uns nicht vergönnt, eine Antwort auf unsere Bildanfrage zu erhalten. Leider wurden uns auch Fragen an Herrn Kim von der nordkoreanischen Administration nicht beantwortet. Wir haben uns, da sonst nur Schauerbilder von Nordkorea existieren, erlaubt, einige der letzten Heldentaten des nordkoreanischen Despoten in dritter Generation zu „screenshoten“. Wir haben eine korrekte Quellenangabe gemacht. Wir danken KCNA trotzdem)

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