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Tod in der Camargue, 1982 5. Auflage

Tod in der Camargue,(kasaan media publishers,2018)
Tod in der Camargue,(kasaan media publishers,2018)

Neue Auflage

Derzeit ist das Buch noch in der 4. Auflage bei amazon zu erhalten.

Wir bereiten über unseren neuen Shop derzeit die 5. Ausgabe vor.

Die Bücher werden nur noch über unseren Shop erhältlich sein, und die E-Bücher gibt es fast “umsonst”. Wir werden einen kleinen Spendenbutton schalten. Nicht mehr, nicht weniger.

Ein großer Teil der Bücher, die von mir auf dem Markt sind, sind Raubkopien.

Wir wollen den Raubkopierern entgegenwirken.

Wenn es das Ebook quasi umsonst gibt, dann ist es sehr schwer, das Buch als Raubkopierer zu verkaufen.

Das haben wir aus der lul.to Affäre gelernt. Chiffrieren ist eine Sache, gesellschaftlich gegen Raubkopierer anzugehen, eine andere Sache.

Ich werde, bevor der Shop geschaltet wird, das lul.to Tagebuch veröffentlichen.

Ich denke, danach vergeht jedem die Freude an Raubkopien, weil die, die hinter den Kopien stehen, brutalste Methoden anwandten, um Autoren “mundtot” zu machen.

Nun erst einmal viel Spass mit der Leseprobe aus Tod in der Camargue, 1982

Kassel, im August 2012

Ein “Cold Case” eines 1982 verschwundenen Madchens, Antonia Hüter, wird wieder aufgenommen. Die Herkunft des Mädchens war nebulos. Sie war von einem Pastorenpaar aus Ungarn adoptiert worden. Gerüchte besagen, dass sie die uneheliche Tochter von Juan Peron war, für die Staatssicherheit arbeitete und einen Bordellbetrieb mit ihrem ugandischen Freund Andrew unterhielt.

Zudem geht der Hinweis eines anonymen Anrufers ein, dass der ehemalige Kommissar, der den Fall in den 1980-er Jahren bearbeitete, ermordet wurde, die gesamte Abteilung der Mordkommission in zahllose Banküberfalle und Geldtransporterüberfalle verwickelt war. Ein dubioser Bankdirektor aus Hannover wurde die erste Spur in dem Fall, als sein Fahrzeug ausgebrannt im Reinhardswald aufgefunden wurde.

Die Ermittlungen fuhren die Kommissare Johannes Meyer-Gergs , Schulze-Erler und ihren Kollegen Sabottke in das verlassene Hotel Provençal an die Côte d’Azur in die Tage des Falklandkrieges. Nach Argentinien, Kuba und Spanien. Zahlreiche Hinweise auf eine Gruppe von Kannibalen einer Miliz aus Uganda und einem argentinischen Terrorkommando kreuzen sich. Oberstaatsanwalt Luther vermutet den Drahtzieher in den eigenen Reihen, weil der ehemalige Kriminaldirektor Wimmer, seit dem Krieg ein Doppelleben führte und eine rechte Wehrsportgruppe mitunterhielt, die im Zuge der “Operation Condor” den Argentiniern bei ihren Vorbereitungen für einen Terroranschlag in London halfen …

Freitag, den 26. März 1982, Autobahnraststätte Kassel

Die junge, blonde Frau hob den blauen, hohen Rucksack an, schlenderte langsam und gemächlich zwischen dem verbeulten grauen Kadett Coupé, an dem der augenscheinlich wütende Fahrer gera-de den hinteren rechten Reifen wechselte und dem daneben parkenden grünen Ford Escort.
Sie verharrte einen kurzen Moment, als sie den langsam vorbeirollenden grünweißen Polizeiwa-gen erspähte. Die Streife fuhr an die Seite heran, die beiden Beamten stiegen fast simultan aus dem Fahrzeug aus. Der Größere von beiden rückte seinen breiten, schwarzen Ledergürtel gerade, fasste kurz an die Waffe, kontrollierte unbewusst das lederne Holster.
Sein Kollege setzte eine entspiegelte Sonnenbrille mit blauen Plastikgläsern auf, ging zielstrebig auf die lange Reihe, der am Ende der Raststätte, an der Ausfahrt auf die Autobahn Richtung Frankfurt, wartenden Anhalter zu.
“Die wollen wohl in alle Himmelsrichtungen!”, meinte der Polizist, sah auf die zum Teil kunstvoll gemalten Schilder.
Ein junges Pärchen, er ganz korpulent, vollbärtig, sie dünn und zierlich, stand an einem knospenden Ginsterbusch, an dem ein kleiner, dunkelbrauner Dackel auf sein Herrchen wartete. Der Hund bellte kurz auf.

Die junge Frau in der schwarzen Cordhose malte in der Hocke auf einem alten Pappkarton ein Schild mit einem schwarzen Marker, sah dann auf, gähnte kurz, reckte, streckte sich zwischen den einzelnen Parkboxen. Er drehte aus einem Päckchen Drum umständlich eine Zigarette, drückte den weißen Filter in die Spitze, steckte die krumme Zigarette mit einem Zündholz an.

Ein kleiner Spatz plusterte sich auf, flog mit schnellen Flügelschlägen kurz weiter, setzte sich in das angrenzende dichte Gebüsch, neben die Margeriten, die vor dem Restaurant schon blühten. Ein Reisebus aus den Niederlanden traf ein, parkte auf dem langen Streifen, auf den Zubringer führte, überrollte einem rostigen Auspuff den ein Fahrzeug verloren hatte.
Ein Briefträger leerte Briefkasten vor der Kneipe der Autobahnraststätte, mehrere Lkws, zwei orangefarbene von VEB-Deutrans erreichen die belebte Raststätte. Ein Plakat wies auf das bevor-stehende Formel 3 Rennen auf dem Flugplatzkurs von Kassel Calden hin. Die junge Frau wechselte die Kassette in ihrem Sony-Walkman, sang leise mit: “Skandal im Sperrbezirk, Skandal…
Einen Augenblick war sie ruhig, flüsterte dann fast weiter: “Alles klar, Herr Kommissar?” Ein Pärchen küsste sich im Opel Ascona, neben ihr, die Reste eines Joints lagen neben dem Wagen an der Beifahrertür, die Hippies kamen aus Berlin, dem Kennzeichen nach.
Von dem Zubringer aus drang das lang anhaltende, sich immer wiederholenden Hupen eines Opels auf der anderen Seite der Fahrbahn herüber. Ein blonder Lockenkopf spielte gerade “Till there was you” von den Beatles auf seiner Gitarre, als die beiden Polizisten zu ihm kamen, seinen Perso-nalausweis sehen wollten.
“Ein Sack Reis ist umgefallen..”, murmelte der junge Mann.
“Wir können Sie auch mit auf das Revier nehmen, dort die Personalien überprüfen”, richtete der eine Polizist seine weiße Schirmmütze.
Ein Autofahrer drehte das Radio in seinem metallicfarbenen BMW 525 lauter, hörte die Nachrich-ten.
“Es ist 13.00 Uhr, vom Hessischen Rundfunk hören Sie Nachrichten…. Tokio…. Der US- Verteidigungsminister Weinberger ist zu einem Besuch in der japanischen Hauptstadt eingetroffen….”
Dann schlug die Tür zu. Der Polizist drehte sich nervös um, nahm dann geistesabwesend das graue Heftchen in die Hand.
“Ist ja alles Friede, Freude, Eierkuchen”, sagte der junge Mann mit der Gitarre, grinste wieder dabei, suchte nach seinem Tabaksbeutel.
“Mal schön die Hände sichtbar lassen….”
“Ich wollte doch nur eine Holborn drehen…”
“Sind Sie hier öfter?”, fragte der Beamte eine Spur freundlicher.
“Nein, nicht oft, aber ich komme schon ab und zu hier durch!”, kratzte er sich durch seinen spärlichen, aber lockigen Bart.
“Kurz vor Weihnachten, letztes Jahr, wurde eine junge Frau tot bei Frankfurt aufgefunden.”
Der Polizist zeigte ihm ein Foto, der Tramper zuckte mit den Schultern. Sie soll in Begleitung eines blonden Mannes mit Citroën 2CV am Frankfurter Kreuz gesehen worden sein. Zeugen, die sich an den Vorfall erinnern, wussten, dass die junge Frau hier eine Flasche Wein oder Campari gekauft haben soll?”
“Darüber weiß ich nichts. Hübsches Mädchen war sie aber….”
Er überlegte einen Augenblick.
Ein polnischer LIAZ rollte vorbei, gab laut Gas. Die Kupplung knarrte. Eine schwarze Rauchwolke stieg aus dem Auspuff auf.
“Ich kenne die woanders her, das war letztes Jahr an der Autobahnraststätte bei Baden- Baden. Ich trampe immer zu meiner Schnalle nach Freiburg. Da ist die mir über den Weg gelaufen. Der Rastplatz war ziemlich voll an dem Tag. Wir haben eine zusammen geraucht. Da hatte sie eine Flasche Wermut mit zwei Pappbechern klargemacht. Die nahm Pillen, LSD oder so was.”
Der Polizist nickte.
“Wann war das?”, fragte der Beamte, zückte sein Notizbuch.
“Im August, oder war das schon im September.”
Aus einem Radio eines vorbeifahrenden Peugot 504 drang durch das Schiebedach Felicità. Das zerrissene Plakat der Autoschau vom 14.03. wehte wie ein bunter Drachen über den Parkplatz , verfing sich in den Ästen.
Zwei Arbeiter der Straßenmeisterei waren damit beschäftigt einen breiten Ölfleck auf der Straße zu beseitigen.
“Sie wurde in einem Wald gefunden, das Gepäck ist bis heute noch verschwunden. Wir wissen noch nicht einmal, woher sie kam?”
“Ich glaube, die kam aus Berlin. Dem Akzent nach, hatte da mal gelebt. aber, das passt doch, hier reist doch alles vorbei, was über die Mauer muss. Die hatte ein blaues T- Shirt an mit der Aufschrift Pisa. Kann sein, dass sie mal da war. Ich werde den Tag nie vergessen, weil sie wegkam und ich da die ganze Nacht stand. War voll breit.”
“Fällt dir dazu noch was ein? Der Name vielleicht? Ich notiere die Adresse, wenn die Kollegen von der Kripo noch Fragen haben.”
Der Junge Mann schüttelte seinen Kopf.
“Wenn es hilft,den zu kriegen, der die arme Tusse platt gemacht hat.”
Ein lauer Frühlingswind wehte durch das angrenzende Gebüsch. Die Tramperin warf die kleine Pappschale, aus der sie eine Bratwurst mit Senf gegessen hatte, in die graue seitliche Mülltonne wischte sich nochmals die Hände mit einer Papierservierte ab. Auf und über dem überquellenden Unrat sammelten sich Dutzende von Wespen, Fliegen und Käfer, die um eine gesplitterte, kleine Automatenflasche Coca-Cola auf-und abflogen. Andere setzten Sich auf die unzähligen Plastiktüten, die sich um den Behälter stapelten.
“Entschuldigen Sie…”,fragte sie dann den vorbeikommenden etwas hageren Mann, der gerade seinen Mercedes aufschloss und einsteigen wollte.
“Wo wollen Sie denn hin?”, fragte er, strich sich etwas verlegen die Haare aus dem Gesicht, er ahnte das Ansinnen der durchaus hübschen Frau schon.
“In Richtung Süden!”, sagte die blonde, sommersprossige Frau mit einem sympathischen Lachen.
“Na, normalerweise nehme ich keine Tramper mit, aber ich fahre bis nach Grünstadt in der Pfalz, wenn ihnen das weiterhilft, dann können Sie mitkommen….”, musterte er sie von oben bis unten, zog sie mit den Augen förmlich aus.
“Ja, das würde mir sehr gelegen kommen, weil ich nach Saarbrücken will, von da aus weiter nach Frankreich…”
Der Mann lächelte kurz, setzte sich in den Wagen, räumte die Limonadenflasche von dem mit cremefarbenem Fell bezogenen Beifahrersitz, öffnete die hintere Tür.
“Werfen Sie den Rucksack einfach hinten drauf….!”, murmelte er, steckte die bunte Plastikrassel in die seitliche Ablage, sah auf den abfahrenden Polizeiwagen.
“Wie heißen Sie?”, fragte der Mann, stellte die Lüftungslammellen hoch.
“Antonia!”, antwortete sie gleich, lächelte ihm zu.
“Ich bin der Gerald!”, bemerkte er etwas platt, stellte den Rückspiegel wieder ein, ließ den Motor an.
“Manchmal ist es richtig gut, wenn man eine Wurst mit Ketchup essen kann”, bemerkte Gerald heiser, ein wenig verlegen, stellte den Blinker an und fuhr auf die Autobahn 5, Richtung Süden, ein. Ein Eilzug überholte den zäh fließenden Verkehr, parallel zu der Autobahn, einige Kilometer weiter. Der Verkehr staute sich inmitten der wunderschönen, gebirgigen Landschaft, durch die Autobahn führte. Ein paar Straßenarbeiter teerten etwas auf dem Seitenstreifen.
Es begann zu nieseln, dann stärker zu regnen. Die Tropfen zerplatzten auf der Scheibe.
Antonia nickte ein, drehte sich zu der Fensterseite, Gerald rauchte eine Zigarette, rauchte diese mit hastigen Zügen.

“Polizeinotruf Ludwigshafen!”, der Beamte hörte das schwere Atmen einer Person.
“Hilfe, Hilfe!”, krächzte die männliche Stimme.
“Hallo, wo sind Sie, was ist geschehen?”, fragte der Polizist ruhig.
“Ich weiß nicht.”
Dann brach die Leitung ab.
“Vielleicht irgendein Spinner!”, meinte sein Kollege, der den Aschenbecher auf das breite Bedie-nungspult der Notrufzentrale stellte, eine weitere Flasche Limonade öffnete.
“Nee, das klang ernst, komisch. Das kam aus Bobenheim-Roxheim, da am Silbersee, da an dem Wäldchen ist doch eine Telefonzelle. Ich schicke da mal vorsichtshalber Kollegen hin. Dora für Do-ra Zentrale, bitte kommen?”
“Musst ja wissen, womit wir die Steuergelder verplempern.”
Es rauschte in der Leitung knackte, als der Beamte wieder auf den Knopf los ließ.
“Ja, hier Dora 41, wir sind frei.”
“Fahrt mal an die Telefonzelle am Silbersee, an dem Kiestagebau. Da kam eben ein merkwürdiger Anruf. Seht euch da mal um.”
Der Opel Rekord der Polizei hielt an, dicke Nebelschwaden zogen über den Kiesabbau, ein Rabe flog über den See. In der Ferne konnten die Beamten Lichter in der Dunkelheit erkennen. Ein kühler Wind zog mit lautem Pfeifen über den See.
“Da ist die Telefonzelle, ich gehe da mal hin, Josef, mach du mal Meldung an die Kopfstelle.”
Der Polizist lief über den sandigen Weg, leuchtete mit der Taschenlampe in die Nacht, sein Blick fiel auf einen riesigen kreisrunden Blutfleck, der sich auf der Betonplatte abzeichnete.
“Hier ist was, die sollen Leute von der Kripo schicken. Am besten, die senden uns auch gleich Ver-stärkung. Hier ist was passiert.”
Der Beamte sah in den angrenzenden Busch, es roch angebrannt. Ein Eichhörnchen lief über die Straße, erklomm eine Buche.
Der Streifenbeamte drehte sich zur Seite, leuchtete das Unterholz aus.
Im Gebüsch lag ein blutverschmiertes, weißes Kleid.
Dann hörte er Schritte, ging diesen entgegen. Zog im Laufen seine Dienstwaffe, schlich auf dem knirschenden Untergrund.
Von der nahen Autobahn drangen sonore Geräusche herüber.
Ein junger Mann schob sein Mofa über den schmalen, seitlich verlaufenden Weg, das sich drehende Blaulicht.
“Was machst du denn hier?”, steckte der beamte die Waffe wieder in den Holster.
“Ich bin liegen geblieben. Die Gurke ist nicht mehr angesprungen. Die Scheißtusse im Mercedes, so eine Blonde hat nicht mehr angehalten. Die ist gefahren, als wäre der Teufel hinter ihr her. Da vorne ist echt viel Blut auf dem Weg gewesen.”
“Wo?”, fragte der Polizist ruhig.
“Da vorne, wo die Angler immer sitzen…”, entgegnete der Lockenkopf.
“Weißt du das Kennzeichen von dem Mercedes zufällig?”
“Ja, aber nur die ersten Zeichen- HMÜ, komisch , habe ich noch nie vorher gesehen.”
“Landkreis Münden, das ist ein altes Schild aus Niedersachsen, weißt du auch zufällig das Modell, Baujahr?”
“Das war eine Schüssel aus den Anfang 1970 so.”
Der Beamte nickte unmerklich, ein zweiter Streifenwagen war eingetroffen.
“Wo war der Wagen?”
“Ja, da zwei Kilometer weiter, da an dem Angelplatz.”
“War da noch jemand?”
“Ja, da war noch ein Pärchen, die haben da rumgemacht, ich habe es bis auf den Weg gehört.”
“Wie lange ist das her, dass du den Wagen gesehen hast?”
Der junge Mann sah auf die Uhr.
“Etwa eine Stunde. Der Motor hat richtig aufgeheult, als die abgefahren ist. Aber mit Schmackes.”
“Was ist dir sonst noch aufgefallen, in welche Richtung ist der Mercedes gefahren. Du sagt, da saß eine blonde Frau drin?”
“Ja, die habe ich ganz kurz gesehen, vielleicht eine Sekunde oder zwei. Ich habe den Wagen schon so gegen sechs Uhr an der Bundesstraße gesehen, da lag ein Rucksack auf hinteren Bank, das ist mir nur aufgefallen, weil eine Plastikrassel genau neben dem Auto im Gras hing. Die ist bestimmt raus-gefallen.”
Der Junge zog die Rassel aus dem blauen Cordblouson.
“Wollte ich meiner kleinen Schwester schenken, ich habe zuhause Stress gehabt mit meinem Al-ten.”
“Ich mache nachher gut Wetter für dich, war wohl nicht dein Tag?”
“Nein, ich habe eine sechs in Mathe, ich bin auf dem Schulklo beim Rauchen erwischt worden und habe einen Brief nach Hause bekommen. War wirklich nicht mein Tag. Was war hier los?”
“Das wissen wir auch noch nicht. Waren außer der Frau noch mehr Personen im Auto?”
“Nein, ich glaube nicht.”
Eine Eule heulte im Wald.
Mehrere Beamte suchten mit Handscheinwerfern das Gelände ab. In einiger Entfernung bellte ein Hund.
“Ich habe da so ein Gefühl, aber ich weiß nicht , ob das richtig ist”, sagte der Junge.
“Na, sag schon”, insistierte der Beamte.
“Die ist noch nicht viel Auto gefahren, die hat den Motor ständig abgesoffen, weil sie mit der Kupp-lung nicht zurecht kam.”
“War die vielleicht keine 18 Jahre?”
“Doch, so sah sie schon aus, aber die war vollkommen fertig, so im Gesicht. Was mich auch wun-derte, ich habe sie ganz kurz gesehen, als ich mit der Spritze da vorbeifuhr, da hatte sie ein Kleid an, als ich sie dann wieder sah, eine Jeans und ein T-Shirt mit dem Schiefen Turm von Pisa.”
“So leid es mir tut, deine heutige Pechsträhne ist noch nicht vorbei, die Kollegen von der Kripo müssen wohl mit dir reden, wir haben ein Kleid gefunden. Das musst du dir mal ansehen.”
“Martin, kommst du mal, die Spusi hat ein Stück Haut an der Telefonzelle gefunden, sieht aus wie die Haut von einem Penis. Da sind auch noch andere Gewebereste dran.”
Der Junge grinste verhalten.
“Ist ja echt scharf.”
“Ja, aber nicht für den, dem das Teil gehörte!”, antwortet der Beamte leise.
“Nein, scheiße, das tut bestimmt weh.”

Sonntag, 28. März 1982, Les Saintes Maries de la Mer, Republik Frankreich

Die etwa 20 Touristen folgten in einem lang gezogenem Feld, vorbei an einem ausgedehnten Mo-rast, das von einem Bewuchs von Tamarisken begrenzt wurde, dem Reiter der allseits bekannten Pferdefarm durch das unübersichtliche Brackwasserland.
Eine Amerikanerin, ohne Begleitung, unterhielt sich mit dem bärbeißigen, sehr stillen Franzosen, fühlte sich nicht wohl in dem harten, immer rutschenden Sattel.
“Ich war gestern an der Wallfahrtskirche Notre Dame de la Mer in Les Saintes Maries. Das ist ja schlicht unglaubliche Kunst…”, sie brach den Satz im Sprechen ab, weil sich der Mann umdrehte, über das angrenzende Schilffeld auf die anderen Teilnehmer in der Gruppe zurückblickte, diese kurz zählte. Eines der Ponys schnaubte, wieherte dann. Der Fremdenführer zündete sich eine Gitanes Mais an, sah nach vorne, an die durch Büsche verdeckte Ruine des ehemaligen Hofes von der Witwe Bardot.
“Die heißt auch so wie die berühmte Schauspielerin. Das war eine der ersten , die nach dem Krieg wieder anfingen, die wilden Hengste einzufangen. Sie saß selbst am liebsten auf dem Rücken einer Stute.”
Die Touristengruppe hörte aufmerksam zu. Langsam trabten die Ponys nach vorne, ein kleiner Junge ritt neben seiner Mutter, beobachtete einen Frosch, der entlang eines Drainagekanals hüpfte.
“Die Witwe Bardot starb leider vor einigen Jahren und das alte Gehöft zerfiel.”
Marcel hielt inne, erkannte in diesem Moment die kleinen, schwarzen Rauchwolken, die mit der aus Westen kommenden warmen Brise über das Land, bis zum nahen Meer hin, getrieben wurden.
“Ich bitte jeden aus der Gruppe einen Moment hier zu warten, bis ich wieder zurück bin. Reiten Sie bitte nicht alleine weiter. Ich glaube da vorne brennt es. Ich muss leider einmal nachschauen.”
Unter den Touristen wurde kurz etwas gemurmelt, als der Mann dem braunen Rappen die Sporen gab, hinter der Biegung des Weges verschwand.
Der vollkommen ausgebrannte Mercedes glühte noch in der ehemaligen Fahrgastzelle, in den Federn der Sitze.. Die ganze Mauer daneben war schwarz, das ohnehin schon trockene, gelbliche Gras war auf der ganzen Fläche verkohlt, einige Glutnester flackerten noch orangerot. Qualmten. Der Mercedes verfügte über keinerlei Kennzeichen mehr, offensichtlich war er mit einem Brandbe-schleuniger entzündet worden. Der Gestank von verbrannten Gummi verteilte sich in der Luft, sammelte sich dann unter dem von Sonnenstrahlen durchfluteten Dach des ehemaligen Stalls neben dem gemauerten Brunnen. Eine verbrannte Jeans kräuselte sich neben dem zweiten Wrack auf dem Grundstück, einem verrosteten Citroën HY, in dem einige Vogelnester waren. Immer wieder flogen Flamingos auf. Eine Tür schlug im Wind. An der mit groben, hellen Steinen gebauten Wand der ehemaligen Küche des alten Pferdehofes, ruhte der Rucksack einer Touristin, einer Britin, wie Marcel feststellte, als er die einzelnen Fächer mit dem Reißverschluss durchsuchte.
“Wie kommt dieser Rucksack hierhin?”, brummte der drahtige, muskulöse Südfranzose sichtlich ratlos,packte dabei die Unterhosen und eine weiße, blutverschmierte Tüte eines englischen Su-permarktes aus.
Momente später fand er in einer der Hütten verstreutes, englisches Kleingeld, mehrere silberne 50 Pence Stücke und einen, im Wind flatternden, Fahrschein der Fähre von Dover nach Calais. Dieser Fahrschein war genau eine Woche alt, in einem Reisebüro in London am Piccadilly Circus gelöst worden. Im angrenzenden Stall, dessen massive Dachkonstruktion eingefallen war, die zerbrochenen, schwarzen Ziegeln stapelten sich über den Balken auf dem Boden wie eine spitze Pyramide, entdeckte Marcel die Jugendherbergsrechnung aus Nizza vom 25. März. Ein Lastwagen fuhr auf der nahen Hauptstraße weiter in Richtung Les Saintes Maries de la Mer. Der Mann nickte unmerklich. Dann fiel sein Blick auf eine verkohlte, abgeschlagene Hand, die rauchte und unter der Hitze noch zischte. Er drehte sich weg, fürchtete sich sonst übergeben zu müssen.

Robert Sapier übersah nochmals den Tatort, wandte sich langsam seinem Kollegen zu, der noch auf dem verbrannten Boden kleine rote Fähnchen einsteckte.
“Das macht alles keinen Sinn”, sagte er zu den dunkelhaarigen Leutnant, der sich gerade aus der Kniebeuge erhob.
“Nein, das macht wirklich keinen Sinn”, drückte er seinen halb angerauchte Gauloise in den feinen Sand, neben einer wild wachsenden Kaktee aus.
“Der Wagen ist nicht aus Frankreich, alleine schon wegen der Scheinwerfer. Bei uns wären diese gelb unterlegt. Ich meine den Mercedes, der könnte aus Deutschland oder Österreich sein. Wir ha-ben in den Motorraum eingesehen, als die Feuerwehr fertig war. Da hing ein noch unleserliches Schild einer Tankstelle aus einem Ort, der deutsch klingt. Hameln. Eine Parkscheibe einer Aral-Tankstelle lag unter einer Matte vorne, die ist teilweise erhalten. Auch ein Teil einer deutschspra-chigen Zeitung aus der letzten Woche, die heißt “Hessisch Niedersächsische Allgemeine Zeitung”, las der junge Tambour von seinem Clipboard ab.
“Niedersachsen liegt in Deutschland, im Norden, da bin ich schon mal gewesen, vor einigen Jahren in Hannover, während meiner Studienzeit in Straßburg im Elsass “, entgegnete Robert Sapier, kratzte sich an der linken Schläfe.
“Da vorne lag ein Brillengestell zwischen den Steinen”, wies Momo Tambour auf einen Haufen aus-geglühte Kalkblöcke.
“Momo, dann sollten wir die Kollegen in Deutschland mal fragen, ob die uns weiterhelfen können. Oder ob die vielleicht dieses Auto vermissen, die Fahrgestellnummer sollten wir ja noch feststel-len können.”
“Schon geschehen. Vielleicht waren es auch nur Diebe, die den Rucksack. Die haben den Mercedes gestohlen und dann alles verbrennen wollen, dabei ist ihnen dann die Hand aufgefallen, zu allem Überfluss wurden sie dann hier bei der Beseitigung der Spuren gestört, durch wen auch immer gestört.”
Einige Motorradfahrer steuerten auf die Landstraße nach Nîmes. Die Maschinen heulten in der folgenden Kurve, als sie einen Traktor überholten, auf, rollten dann wieder in die folgende Gerade ein.
“Das ist eine Möglichkeit, Robert. Eine andere Möglichkeit ist die, dass hier jemand ein massives Verbrechen vertuschen will und sich bewusst diesen Platz ausgesucht hat. Aber der muss Ortskenntnisse haben und kann nicht alleine gehandelt haben. Die Spurensicherung hat weiter vorne, an einer Fußmatte und dem Rucksack erheblichen Mengen von Blutanhaftungen aufgefunden.”
“Wie kommt ein englischer Rucksack in einen mutmaßlich gestohlenen deutschen Wagen aus Nie-dersachsen, dieses Fahrzeug dann nach Frankreich, gerade zu uns in den Süden und wird danach von irgend einem vollkommen Verrückten angezündet? Ich sage dir, in diesem Fall hatte schon jemand vor uns die Hände verbrannt…..”
Tambour grinste matt. Beobachtete danach die Kriminaltechniker, wie die Beamten Gips in die Reifenspuren gossen.
“Da drüben, in dem Schilf, hatte es der Täter zuerst versucht, da sind Fußspuren von kleinen Turnschuhen, aber das sind sehr kleine Füße. Débarre von der Spurensicherung hat den Eindruck, dass diese zu einer Frau gehören oder einem sehr kleinen Mann. Wie ich kann auch er sich nicht vorstellen, dass die zu einem Kind gehören.. Kollegen von der Gendarmerie Nationale haben weiter vor-ne, etwa 1 km von hier, einen Obdachlosen, gebürtig aus Paris aufgegriffen. Der war früher einmal Architekt, sind als Maler über Land und ist hier hängen geblieben.”
Er zündete sich noch eine Zigarette an.
“Der Clochard erzählt, dass in der Camargue Menschen geschlachtet werden, wie Tiere, er hätte das gehört, auf seine ewigen Wanderungen, um ein Motiv für seine Bilder zu suchen. Er hätte gesehen, dass viele Knochen über die gesamten Schilffelder verstreut wären. Einer der Kollegen hat er dann an einen Graben geführt, und der entdeckte da tatsächlich einen kleinen Knochen. Ob das menschliche Knochen oder Überreste von einem Tier sind, konnte auch der Gerichtsmediziner nicht sagen. Jedoch entdeckte er dort auch einen Sony-Walkmen, neusten Modells, mit einer deutscher Kassette darin, da steht drauf NDW-“Skandal im Sperrbezirk””, wieder las Momo Tambour von seinem Block ab, der Wind spielte mit dem losen Seiten.
“Wie heißt der Mann?”, fragte Robert kurz, blickte auf die schwarze Plane, die von eingetroffenen Feuerwehrleute über das Wrack des schwarzen Mercedes gelegt wurde.
“Pierre Clement, er ist schon ein klein wenig verrückt geworden durch den ganzen Alkohol….”, ergänzte Tambour mit einem wirren Lächeln und drehte den rechten Zeigefinger in der Luft an seiner Schläfe.
Der pickelige und nach Alkohol stinkende Clochard sprach weiter, bis der Capitaine Sapier ihm dringend riet, den Mund zu halten.
“Der Mann erzählte vorhin dem Kollegen von der Gendarmerie Nationale etwas über mehrere unbekannte Afrikaner, die vor einiger Zeit über die Felder gelaufen wären. Dort säckeweise Knochenmehl und kleine Knochen in den Brackwassergräben verstreut hätten. Ihn hätten sie auch versucht, zu schlachten, jedoch er sei gerade noch mal weggekommen. Sogar konnte er diese komischen Afrikaner, die in der Villa der alten Madame Lafayette leben würden, abseits der Straße nach Arles, genau beschreiben.”
“Es geht um den heiligen Lazarus, den ersten Bischof von Marseille, der sterben musste, weil er seine Seele nicht den römischen Göttern opfern wollte. Nun kehrt er zurück. Er wurde in dem Gefängnis unterhalb der Kirche gefoltert. Hier werden seine Reliquien verstreut. Da sind auch die Köpfe vom letzten Stierkampf.”

“Wahrscheinlich!”, sagte Sapier leise und wandte sich dem Mann zu.
“Das kann nur damit zu tun haben. Wie konnte es sein, dass die französische Polizei nicht darauf gekommen ist?”
Ungeduldig spielte der französische Kriminalist mit einem vertrockneten Grasstängel zwischen den Fingern.
Plötzlich begann Clement eine Art Flamenco zu tanzen, schlug mit zwei hölzern, wie mit Kastagnetten aufeinander, setzte sich wieder, las in einer alten, fledderigen Bibel, trank Rotwein aus einer Flasche. Eine hellbraune Katze schlich um einen alten Stall, der Wind trug Teile von Schilfhalmen über die endlos wirkende Landschaft.
“Hier ist Salome angelandet. Die Salome, die aus Galiläa kam und eine der wenigen Frauen war, die bei der Kreuzigung von unserem Erlöser Jesu dabei war. Sie war der wahre Jünger von Jesu Christi. Dies ist heiliges Land, von Gott ausgewählt und die Touristen zertrampeln es mit den zügellosen Pferden.”
“Der Typ ist doch schon durch den Rotwein kaputt!”, zischte Sapier einen der schwarz uniformier-ten Flics an.
“Wir sollten nicht unbedingt den Geisteszustand von einem Clochard überprüfen, sondern uns eher damit beschäftigen, woher die verschmorte Hand kommt ….”, brüllte Sapier plötzlich los.
Der Uniformierte nickte und sagte: “Wir haben ein Stück weiter, einige Briefe in Englisch gefunden. Das könnte sein, dass diese Briefe zu dem Rucksack passen, den der Fremdenführer auf dem Gelände der ehemaligen Pferdefarm fand.”
Der Beamte reichte Sapier den Stapel mit feuchten Umschlägen.
Sapier setzte sich auf einen spitzen Stein, las die mit ungelenker Schrift verfassten Briefe aus Port Stanley, die auf den Falklands etwa zwei Wochen zuvor gestempelt worden waren.
“Gerade erfahren wir, dass Fischer gestern eine Jacke mit Ausweisen im Netz hatten, von einer Farbigen aus Marseilles. Sie ist seit zwei Tagen als vermisst gemeldet, die Kollegen in Marseilles gehen noch davon aus, dass die Strömung die Frau bis an die Strände der Camargue gespült hat. Sie war Köchin in einem Restaurant in Cassis”, trat Tambour, der im Einsatzfahrzeug ein Baguette gegessen hatte, auf Sapier wieder zu. Der nickte nur, strich sich den perlenden Schweiß von der Stirn.



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“Ich habe gestern Abend mit Martha zu viele Fische und zu viel Rotwein getrunken”, grinste Sapier müde.
“Je m’voyais déjà”, sang Tambour fast wie Aznavour, machte die Trompete nach.
“Der schreibt hier Dinge, die den DST interessieren könnten, wenn die Jungs das noch nicht wissen. Der John Young, das ist doch sicher ein Pseudonym, schreibt hier an seine Freundin, dass er be-fürchtet, dass irgendwelche argentinischen Soldaten an den Küsten Südgeorgiens gelandet sind. Das wüsste er von einem Kameraden. Scheinbar sind mehrere Schiffe aus England unterwegs in den Südatlantik, weil die noch auf den Inseln befindlichen Zivilisten evakuiert werden sollen. Da braut sich etwas zusammen. Kreuzer und andere Schiffe fahren Patrouille vor Port Stanley. Das ist keine zwei Wochen her, dass er das geschrieben hat…..Wir müssen auch die Briten einschalten, das soll Paris machen. Ich mag die Inselaffen nicht.”
Robert Sapier legte die Briefe in eine graue Plastikbox.
“Wo wohnen denn diese Afrikaner?”, fragte er Tambour verhalten.
“An der Straße nach Arles, zehn Minuten von hier….das sind ganz harmlose Leute, die vielleicht mal eine Dose Bohnen, auch mal ein Brot oder eben vielleicht auch mal eine Tomate oder eine Zwiebel mitgehen lassen. Aber die Schlachten bestimmt keine Kinder oder Leute, die jetzt Urlaub machen. Das ist Nonsens, das sind böse Gerüchte, auf die ich nichts gebe.”
“Ich auch nicht Tambour, aber trotzdem muss ich mich dort umsehen. Das sind alles Geschichten, die aus Vorurteilen bestehen, die Nationalisten in die Welt setzen, das ist vollkommener Blödsinn vollkommen krank.”
“Über uns Algerier behaupten sie, wir würden Franzosen von hinten erstechen, jeden Tag drei oder vier Franzosen, wenn das so weitergeht ist Frankreich bald leer!”, blinzelte er in die Sonne, strich sich über seine schwarzen Haare. Am Horizont zogen dunkle, quellende Gewitterwolken auf.
“Aber du kennst die einschlägigen Dienstvorschriften, wir müssen jedem noch so unsinnigen Hinweis nachgehen. Sonst meckert Paris..”
Sapiers korsischer Akzent klang wieder durch, er suchte nach einem kleinen Flacon Parfüm in seiner Jackentasche.



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Momo Tambour zog an der langen Klingelschnur neben der Tür.
Die Fassade der geräumigen Villa war drei Etagen hoch, bis zur Regerinne am Dach mit Efeu über-wachsen.
Sapier bemerkte, als er das Fahrzeug im Schatten unter einer Palme geparkt hatte, näher kam:
“Ist ja ein schönes Fleckchen Erde, das kann ich mir nicht leisten, aber unsere Freunde wohl- ich frage mich, was die oder vielmehr wie die das machen?”
Der feine Geruch von provenzialischen Kräutern lag in der Luft.
“Wahrscheinlich gehen die alle hart arbeiten, illegal und legal, in großen Familienverbänden, wie wir auch, aber irgendwie komisch ist das hier schon.”
In dem Carport gegenüber des Hauses parkte ein blauer BMW älteren Baujahrs, ohne Kennzeichen. Eine verwitterte, vermooste Steinfigur von Bonaparte ragte aus dem ungemähten Rasen.

Der Leutnant zog erneut an der Klingel.
Im ersten Geschoss beobachtete Tambour dabei ein Fenster, das im Zug des warmen Mistrals schlug. Die vergilbte Gardine flatterte im Wind.
“Es ist Sonntag, lass es uns morgen nochmals versuchen, ich bin nachher noch mit Josy verabredet, sie will den zweiten Teil von La Boum nochmals sehen. Der läuft gerade im Kino.”
“Etwa die brünette Josy???”, fragte Momo Tambour.
“Mit etwas Anstrengung ziehe ich mich an der Außenwand bis zum Fenstersims hoch!”, erklärte Tambour leise, verlangte von seinem Kollegen eine Räuberleiter zu machen.
Nach einem Augenblick des Zögerns gab Sapier nach.
Der Mann robbte an der mit cremefarbenem Stein gemauerten Wand etwa vier Meter hoch. Hielt sich an dem schweren, mit schwarzem Plastik ummantelten Spanndraht des Blitzableiters fest.
“Ich bin gleich oben, ich mache dir sofort die Tür auf.”
Sapier nickte, steckte sich eine Zigarette an, beobachtete dabei seinen Kollegen, der an einem verwitterten Klappladen kurz Halt machte.
“Ja, ja….Fall da nicht runter, ich muss dann Formulare ausfüllen, das mag ich nicht!”
Tambour zog sich in das Fenster hinein und verschwand kopfüber, nach einigen Minuten ging Sapier unruhig geworden, auf die rückwärtige Terrasse des Hauses, stolperte fast über einen Stein. Eine Katze miaute in dem tiefen sich anschließenden Piniengehölz. Schlich dann weiter, jagte eine Maus.
Käseweiß trat Tambour vor die Tür, seine Lippen waren blau. Im ersten Moment erschrak Sapier, dann lehnte er sich mit einem Grinsen an die Mauer, schloss die Augen und genoss die Sonnenstrahlen.

 

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