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Auf Winnetous Spuren

Plitvice (dram/mcvth, 2018)
Plitvice (dram/mcvth, 2018)

Winnetou und Old Shatterhand

(dram/mcvth)
Auch wenn die Spuren von Winnetou und Old Shatterhand längst verwischt sind, pilgern dennoch Tag für Tag Tausende von Touristen zu den weltberühmten Wasserkaskaden von Plitvice, um im wohl berühmtesten kroatischen Nationalpark ihre persönlichen Schätze zu finden.

Im Sommer sind es an die 15.000 Touristen, die sich täglich über die schmalen Holzstege schlängeln – es grenzt an ein Wunder, dass nicht regelmäßig ein Platschen zu hören ist und sich ein Selfie-schiessender Bewunderer des Wassers aus dem Selbigen herausziehen muss.

Aber weit gefehlt –  trotz der grossen Massen an Touristen herrscht auf den schmalen Wegen große Disziplin – auch sauber ist das riesige Areal. Nirgendwo sind fallengelassene Papiere oder Müll zu sehen- es wird aufgepasst auf dieses Kleinod der Natur. Dafür sorgen regelmäßige Kontrollgänge der Parkranger, die dabei auch die Holzstege genauestens prüfen und sofort einen Nagel oder zwei einschlagen, wenn notwendig. Die Stege aus dem Holz der Edelkastanie werden sehr gut in Stand gehalten und regelmäßig erneuert. Nicht überall würde man sich so eine aufwendige Infrastruktur leisten, aber diese passt wunderbar natürlich und unauffällig in das berauschende Arrangement von Wasserkaskaden, hängenden Gärten und kristallklaren Seen.

Denn das System ist sensibel – die natürlich gewachsenen Rauhwacke-Barrieren zwischen den Seen sind ein dynamisches System und können sich immer wieder verändern, soweit dass auch mal mehrere Tümpel plötzlich im Trockenen liegen können, wenn das Wasser sich einen anderen Weg gesucht hat. So bieten sich einem immer wieder neue Eindrücke, egal wie oft man schon da war – und jede Jahreszeit hat ihren besonderen Reiz.

Die meisten Besucher verbringen ca. 3-4 Stunden im Nationalpark, viele auf der Durchreise zur oder von der Küste. Gerade Zeit genug, um sich einen kleinen Eindruck von den 16 Seen und Kroatiens höchstem Wasserfall (mit 78 m Höhe), inmitten des dinarischen Karstes, zu verschaffen, und die Hälfte der Zeit davon beim Anstehen zur Überfahrt im Elektroboot zu verbringen. Plitvice hat mehr verdient – wer die wahren Schätze der „Silberseen” entdecken möchte, sollte sich zumindest einen ganzen Tag Zeit nehmen, um abseits der Hauptrouten einsame Uferwege zu finden und auf den Panoramawegen die Ausblicke auf eine unvergleichliche Wasserwelt zu genießen.



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