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Gastfreundschaft missbraucht- schwunghafter Passhandel über Facebook

Passhandel Drehscheibe Istanbul, canva/ kasaan media, 2018
Passhandel Drehscheibe Istanbul, canva/ kasaan media, 2018

Zuckerbergs Imperium maximus hat nichts dazu gelernt

Wenn man sich so in den Gruppen auf Facebook umsieht, meint man die Zensur trifft nur die, die real berichten.
Das, an dem Facebook nicht verdienen kann, wird innerhalb von Sekunden als Spam gesehen und erkannt, wenn man über Zuchtlachs zu berichten weiß.

Facebook scheint die Meinungsfreiheit ausgesourced zu haben. Jedoch, die Spitzeleien gehen sicherlich weiter. Es wird Zeit für eine europäische Alternative für Facebook.

Artikel, die nicht ins Facebook-Konzept “Sqeeze the last Cent” passen, werden gesperrt, doch allerlei illegale Tätigkeiten werden mit Gruppen ausstaffiert.

Macht nichts, hoffentlich illegal. Facebook ist ein Land auf der Welt geworden, gierig und mit eigenen Gesetzen, fernab der Realität.

Diese besonderen “Reise-Gruppen” gibt es nicht erst seit gestern. Scheinbar fallen diese Facebook nicht auf. Oder sollen nicht auffallen.

Wer jeden Tag fünf Mal anmahnen kann, Lieblingsgerichte und andere Vorlieben zu erklären, um noch mehr Daten auszuspähen, kann es sich auch erlauben, solche Gruppen existieren zu lassen.
Man könnte schon von gewolltem Organisationsversagen bei Facebook sprechen. Es ist dringend geboten, die EU einzuschalten und Facebook zu kontrollieren.

Pässe im Angebot, die AOK Karte gibt es dazu

Es scheint wie eine mafiöse Struktur, die sich an dem Leid und der Gastfreundschaft Deutschlands labt. Ein parasitärer Wirtschaftszweig, der dadurch unterstützt wird.

Letztes Beispiel:Eine Gruppe mit dem sinnigen Namen, الهجرة العكسية من اوروبا الى تركيا,frei aus dem Arabischen übersetzt, Rückkehrer aus Deutschland.

Dokumentenhandelsforum bei Facebook, screenshot Facebook 2018

Dokumentenhandelsforum bei Facebook, screenshot Facebook 2018

Der Daumen findet bei Facebook allerdings immer den Daumen nach oben.


Schwunghafter Handel mit deutschen Pässen

Nebst Wasserstandsmeldungen und Wassertemperatur des Mariza (Grenzfluss zwischen Türkei und Griechenland) finden sich deutsche Pässe als Angebot wieder. Dazu Schleppertätigkeiten und andere Dienstleistungen im Umfeld der Profiteure der Flüchtlingskrise.

Diese Gruppe ist eine von vielen, die Rückkehrer nach Syrien verwenden.
Frustriert von Deutschland kehren sie auf Wegen zurück, die die findigen Schlepper in Thessaloniki und Istanbul zu bedienen wissen.

Sozusagen, das zweite Mal gut verdient.

Es ist nicht einfach für einen in Deutschland anerkannten Asylanten in die Türkei einzureisen. So treffen sich an der Egnatia in Saloniki die, die zurück nach Syrien wollen und die, die nach Deutschland reisen. Schlepperangebote in beide Richtungen.
Diesmal mit legalen Papieren.

Thessaloniki. Egnatiastraße  By Fingalo - Own work, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2312703

Thessaloniki. Egnatiastraße By Fingalo – Own work, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2312703

Einziges Problem ist das Bild im Pass.
Eine gewisse Ähnlichkeit muss schon da sein, weil es sonst nicht mehr echte Pässe sind, die dort gehandelt werden. Das Dokument kostet zusammen mit der AOK Gesundheitskarte etwas mehr als 2.000 Euro.

Terroristen dürften die Angeboten als Schnäppchen empfinden und drei Mal laut lachen.

Wie kann es sein, dass die Gastfreundschaft Deutschlands so ausgenützt wird, wie in dem vorliegenden Fall?

Die Politik sieht sich, wie auch die Behörden, kaum in der Lage solchen Umständen vorzubeugen. Facebook lässt die Gruppe einstweilen weiterarbeiten.

Beschwerden interessieren Facebook nicht.

Es scheint die Realität dieser Tage zu sein.

Pass Angebot Beispiel 15, Screenshot Facebook, 2018

Pass Angebot Beispiel 15, Screenshot Facebook, 2018

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